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Realität.
vgl. Identitätstheorie). Nach HEGEL ist das Reale an sich „Idee" (s. d.), ob-
jektive Vernunft; nach SCHOPENHAUER U. a. ist es Wille (s. d.). Nach
ist R. „Fürsich-Sein"; das Reale ist die „in der Form wirkungsfähiger
ständigkeit gesetzte Idee" (Mikrokosm.
Eine R. als vom Vorstellen und Erkennen völlig Unabhängiges gibt
nach dem Realismus (s. d.). So HERBART, BENEKE, J. H. FICHTE,.
ULRICI, E. v. HARTMANN, DREWS, WUNDT, DORNER, KÜLPE (Einleit. in
Philos.4, S. 133 f.; Die Realisierung, 1913), VOLKELT (Quellen der
Gewißheit, 1906, S. 49 ff.), STUMPF, MESSER, RIEHL, UPHUES,
V. KRAFT (Weltbegriff u. Erkenntnisbegriff, 1912), W. FREYTAG,
STÖRRING U. a., welche meistens betonen, daß R. denkend erfaßt oder
postuliert wird und daß das objektiv-notwendig Gedachte, Geforderte R. hat.
Im Sinne des Idealismus (s. d.) bestimmen die R. viele und Neu-
kantianer (s. d.). COHEN unterscheidet R. und Wirklichkeit. R. „liegt
in dem Rohen der sinnlichen und auch nicht in dem Reinen
der sinnlichen Anschauung, sondern muß als eine besondere
setzung des geltend gemacht werden", sie ist eine Kategorie,
bunden mit einem besonderen Grundsatz der der an und
sich-Setzung. R. bedeutet (wie nach KANT) „intensive Größe", sie liegt
„Infinitesimalen" (s. Unendlich). „In den intensiven Größen sind diejenigen
Realitäts-Einheiten gewährleistet, an welchen dynamische Beziehungen
gestiftet und durch Differentialgleichungen berechnet werden können"
Prinzip d. Infinites., 1882, S. 14, 28, 91, 135; Logik, 1902, S. 113 f.).
NATORP, CASSIRER U. a. (s. Tatsache).
Daß die Setzung von R. vom Werten und Wollen abhängig ist, betonen
(Philos. der Werte, 1908), RICKERT (S. u.
F. C. S. SCHILLER (Humanismus, 1911), JAMES (Principles of Psychol.,
1891, 282 ff.) u. a. — Vgl. SPENCER, First Principles, 1882 f., § 46;.
BRADLEY, Logic I, 1883; Appearance and 1897, S. ff.: Wider-
spruchslosigkeit als Kriterium der R.; s. Urteil; BOSANQUET,
and Reality, 1885; ROYCE, The World and the Individual I, 1900 f.; F.
SCHMIDT, Grdz. d. konstit. Erfahrungsphilos., 1901, S. 139 ff.; DAURIAC,
Croyance et 1889; E. MEYERSON, et 1908;
Der menschliche Gedanke, 1911; KREIBIG, Die intellektuellen Funktionen, 1909'
an sich" „empirische" R.; vgl. Wahrnehmung: dort auch
MEINONG, KÜLPE U. a.); DILLES, Weg zur Metaphysik, ff., NATORP,
Die log. Grundlagen der exakten Wissenschaften, 1910; v. D. PFORDTEN,
Konformismus, 1911; FRISCHEISEN-KÖHLER, Wissenschaft und Wirklichkeit,.
1912; Das Realitätsproblem, 1913; BALDWIN, Mind XVI; Das Denken u. die
Dinge („Realitätskoeffizient" der Wahrnehmungen; im „Mind"
PIKLER u. a.); H. M. KLEIN, Beiträge zum Studien d. Philos., 1805 (End-
liche ist nur insoweit real, als sie in der unbedingten R. des Absoluten,
über alle Relationen Erhabenen wurzelt; die endliche R. als solche ist
Erscheinung; wie SCHELLING, HEGEL U. a.); D. GAWRONSKY, Das Urteil
Realität, 1911 (Methodischer Idealismus); A. BONUCCI, Verita e 1911;
K. JASPERS, Zeitschr. f. d. ges. Neurologie u. Psychiatrie, Bd. VI, 1911. —
Vgl. Wirklichkeit, Tatsache, Sein, Objekt, Parallelismus, Konformismus, An-
schauungsformen, Kategorien, Relation, Ding an sich, Erscheinung, Positivis-
mus, Phänomenalismus, Immanenzphilosophie.
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften