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Handwörterbuch der Philosophie
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Page - 573 - in Handwörterbuch der Philosophie

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Schema. 573 der Metaphys. I 1, S. 4 ff. (Der Begriff des Scheins ist widerspruchs- PETZOLDT, Das 1912 (Kein letzter Unterschied zwischen S. und Sein; vgl. Element); Das Denken u. die Dinge I, 1908, ff. (Begriff der „Scheinobjekte"): E. VON HARTMANN, II, 1886 ff., ff. („Scheingefühle"); MEINONG, Über Annahmen, S. 238 ff. („Phantasie- gefühle"). VgL Erscheinung, Maya, Sein, Vielheit, Bewegung, Illusion, Wirk- lichkeit. Schema Form, Gestalt, Umriß. KANT versteht unter dem zu einem Begriffe das „Verfahren der Einbildungskraft, einem Be- griff sein Bild zu verschaffen" und erörtert den „Schematismus der reinen Verstandesbegriffe". Er geht davon aus, daß in allen Subsumtionen eines Gegenstandes unter einen Begriff die Vorstellung des ersteren mit dem letzteren gleichartig sein müsse, d. h. der Begriff müsse „dasjenige enthalten, was in dem darunter zu subsumierenden vorgestellt wird. Wie ist nun die Subsumtion sinnlicher Anschauungen unter reine Verstandesbegriffe (Kategorien, s. die doch nie in einer Anschauung angetroffen werden können, mithin die Anwendung der Kategorien auf Erscheinungen möglich? Nur dann, meint KANT, wenn es ein Drittes gibt, was sowohl mit der Kate- gorie als der Anschauung gleichartig ist. Diese „vermittelnde Vorstellung" muß „rein" (ohne alles Empirische) und zugleich intellektuell und sinnlich sein, d. h. ein „transzendentales Schema". Das Schema eines Begriffs überhaupt ist eine „Regel der Synthesis der Einbildungskraft", ein „Produkt" und gleich- sam ein Monogramm der reinen Einbildungskraft, wodurch und wonach die Bilder allererst möglich werden. Das Schema ist „die Vorstellung einer Methode, einem gewissen Begriffe gemäß eine Menge (Zahl) oder eine allge- meine, typische Gestalt vorzustellen." Das S. eines reinen Verstandesbegriffs kann in kein Bild gebracht werden, sondern ist nur die Synthesis, gemäß einer Regel der Einheit nach Begriffen überhaupt, die die Kategorie Das Schema ist die „formale und reine Bedingung der Sinnlich- keit, auf welche der Verstandesbegriff in seinem Gebrauch restringiert der „Schematismus" ist das Verfahren des Verstandes mit diesen Schematen. — In jeder empirischen Vorstellung des Mannigfaltigen ist die Zeit als formale Bedingung desselben, und zugleich der „Verknüpfung aller enthalten, deren Einheit durch die Kategorie bedingt ist. Eine Anwendung der Kategorien auf Erscheinungen wird also nur möglich durch die „transzen- dentale Zeitbestimmung", weiche als das Schema der Kategorien fungiert. Die Schemate sind daher „nichts als Zeitbestimmungen a priori nach Regeln, und diese gehen nach der Ordnung der Kategorien auf die den Zeitinhalt, die Zeitordnung, endlich den Zeitinbegriff in An- sehung aller möglichen Gegenstände". Das Schema der Größe ist die Zahl (s. d.), das der Realität (s. d.) die Erzeugung des Inhalts in der Zeit, das S. der Substanz (s. d.) die Beharrlichkeit des Realen in der Zeit, das S. der Ursache (s. d.) die regelmäßige Sukzession des Mannigfaltigen, das S. der Gemeinschaft oder Wechselwirkung (s. d.) das Zugleichsein der Bestimmungen der Substanzen mit denen der anderen, das S. der Möglichkeit (s. d.) die Be- stimmung der Vorstellung eines Dinges zu irgendeiner Zeit, das S. der Wirk- lichkeit (s. d.) das Dasein in einer bestimmten Zeit, das S. der Notwendigkeit <s. d.) das Dasein des Gegenstandes zu aller Zeit. Jedes Schema enthält die
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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