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Handwörterbuch der Philosophie
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578 Schmerz. PETRUS HISPANUS vgl. PRANTL, Gesch. d. Logik II, 48 274 ff.; HAUREAU, Philos. Scolast. II, 244 ff.), in welchen die Vokale (a, e, o) sich auf die Quantität und Qualität der Prämissen und der Konklusion, die Konsonanten aber auf die Umwandlung der drei letzten Figuren in die (s conversio simplex, p = conv. per accidens, m = metathesis c propositio per vgl. Umkehrung, Ductio) Die Merkworte I. Barbara, Celarent, Darii, Ferio. IL Cesare, Festino, Baroco (oder: Camestres, Baroco, Cesare, Festino). III. Felapton, Disamis, Datisi, Bocardo, Ferison. IV. Bamalip, Calemes, Fesapo, Fresison (s. d.). — Die Modi werden oft durch einander einschließende kreuzende (schneidende), ausschließende Kreise (zuerst durch CHR. J. CHR. LANGE, L. EULER) symbolisiert. VgL UEBERWEG, System d. Logik6, 1882, ff.; WUNDT, System der Logik 1906; Die Grundlagen einer vollständigen Syllogistik, 1907; E. J. HAMILTON, Erkennen u. Schließen, 1912 (12 neue S. mit ungesicherten problematischen Schluß- sätzen). Schmerz ist (im engeren Sinne) eine unlustbetonte Empfindung, die allgemeinen (Haut-) Sinn gehört und in die eine Haut- oder sonstige Emp- findung übergeht, wo die Beizung eines sensiblen Nerven eine gewisse Stärke überschreitet (s. Die Form des Schmerzes ist durch die Intensität, Ausbreitung (Irradiation) und den zeitlichen Verlauf des Eindrucks (bohrende, stechende, brennende, reißende, ziehende u. a. Schmerzen). Es gibt auf der Haut besonders empfindliche Schmerzpunkte. Im weiteren (und älteren) Sinne ist S. soviel wie intensivere Unlust („Unlust durch den Sinn", Anthropol. 1, § 58, u. a.). Seelenschmerz ist starkes seelisches Leiden. — Der S. ist ein Zeichen einer (momentanen oder dauernden) Hemmung, Zerstörung in Bestandteilen des Organismus, er ist ein „Wächter des (BURDACH), er treibt zu zweckmäßigen Maßnahmen an (vgl. schon LEIBNIZ, Theodizee II, § 342), hat überhaupt — wo er nicht zu stark und oft auftritt und dann betäubt — eine erregende, oft auch geistig vertiefende Wirkung (vgl. NIETZSCHE). Der „Wille zum beruht zum Teil auf der Lust an der Erregung, an intensiven Heizungen. Vgl. EISLER, Beil. d. Philos. Gesellsch. in Wien, 1904. Eine zerstörende, hemmende, desorganisierende Wirkung kündigt der S. an nach DESCARTES (Pass. II, 94), L. DUMONT (Vergnügen u. Schmerz, 1876,. S. 164), (Psychol. des 1908, S. 32, 43 ff.), BERGSON et 1910, S. 47) u. a. — Ein Unlustgefühl ist der S. nach KÜLPE (Gr. d. Psychol., 1893, S. 93) u. a. (vgl. REHMKE: Zusammen von findung und Gefühl; Lehrb. d. Psychol. I8, 1909, 323: zwischen Gefühl und Empfindung). Eine eigene Qualität des Hautsinnes oder doch eine Empfindung ist der S. nach RICHET, GOLDSCHEIDER (Über den 1894), v. FREY, EBBINGHAUS (Grdz. d. I, 1905, 352 ff., 3. A. 1911), HELLPACH, S. ALRUTZ (Über den Schmerzsinn, 1901), WUNDT (Grdz. d. Psychol. 13 ff.; 1910) u. a. — Vgl. BOUILLIER, DU plaisir et de la. douleur4, 1891; Dolore e piacere, 1894; MARTIUS, Der S., 1898; CHENFELD, Zeitschr. f. Psychol. Bd. 42, 1907; STUMPF, 1. c. Bd. 44, 1907; TSCHICH, 1. c. JOTEYKO, de la douleur, 1909; M. STERN, Ethik, 1912; A. SCHAFHEITLIN, Demiurgos, IV, 1912. Vgl. An- ästhesie, Leiden, Gefühl.
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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