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580 — Schöpfung.
PETRUS HISPANUS, VON JOH. BURIDAN U. a.
Skotisten, Okkamisten). Spätere Scholastik: VASQUEZ, CAJETANUS, D. SOTHO,
SUAREZ, G. CAMERARIUS, SCHEGK, J. VERSOR, P. BELLARMIN,
F. TOLETUS, P. TARTARETUS U. a.
Im Jahre 1879 wurde (Bulle „Aeterni patris") durch Papst Leo der
Thomismus zur offiziellen Kirchenphilosophie erhoben. Eine neo-scholas-
tische Bewegung macht sich überall geltend, welche die Ergebnisse der
modernen Wissenschaft im Sinne der scholastischen Weltanschauung verarbeiten
will. Neothomisten bzw. Neoscholastiker sind STÖCKL, KLEUTGEN, HAFFNER,
HAGEMANN, CHR. und T. PESCH, CATHREIN, GUTBERLET, HEMAN, COMMER,
FELDNER, LEHMEN, V. HERTLING, GLOSSNER, BAEUMKER, GRABMANN,
ADLHOCH, GEYSER, KLIMKE, LIBERATORE, VENTURA, SANSEVERINO,
J. BALMES, URRA'BURU U. a., MERCIER, FARGES, E. BLANC, M. DE WULF
(Introduction ä la philos. 1904) u. a. — Vgl. De
doctoribus scholast., 1665; P. COMESTOR, Historia scolastia, 1526; KAULICH,
Gesch. d. Phil. STÖCKL, Gesch. d. Philos. des Mittelalters, 1864—66;
HAUREAU, Histoire de la philos. scolast. ff.; Notices et extraits, 1890 ff.;
K. WERNER, Die S. des späteren Mittelalters, v. EICKEN, Geschichte
u. System der mittelalterlichen Weltanschauung, 1887; M. DE WULF, Histoire
de la philos. 1900; deutsch nach der 4. Auflage 1913 (in Vor-
bereitung); WILLMANN, Geschichte des Idealismus3, 1907; Gesch.
der mittelalterlichen Philos. im christlichen Abendlande, 1908; THOMAS VON
AQUINO, 1910; M. GRABMANN, Die Geschichte der scholastischen Methode,
1909 f.; Philos. Jahrb., 1910; Beiträge zur Gesch. der Philos. des Mittelalters,
Texte u. Untersuchungen, hrsg. von BAEUMKER U. a., 1891 ff.; Dic-
tionaire de philos. et de theol. scolast., 1856; Revue Phüos.
Jahrb., Revue thomiste u. a. Vgl. Ontologie, Skotismus, Thomismus, Wissen,
Wesen, Individuation.
s. Ästhetik.
Schöne Seele („belle ROUSSEAU, Nouvelle vgl. GOETHE,
Wilhelm Meister) nennt SCHILLER den Charakter, in welchem Sinnlichkeit und
Vernunft, Neigung und Pflicht zu natürlicher Harmonie vereinigt sind, der das
Gute ganz instinktiv und trifft. Die S. läuft nie Gefahr, mit den
Entscheidungen des sittlichen Willens in Konflikt zu geraten; nicht die
einzelnen Handlungen sind hier sittlich, der ganze Charakter ist es (Über An-
mut u. Würde, 1793).
s. Schöpfung, Entwicklung (BERGSON), Synthese (WUNDT).
(creatio) ist 1. Erzeugung eines Gebildes durch die ge-
staltende Tätigkeit des Geistes, der (produktiven, schöpferischen) Phantasie
(s. d.), 2. Hervorbringung der und ihrer durch Gott, sei es
aus dem absoluten Nichts oder dem relativen „Nichts" (dem Potentiellen, dem
Chaos) oder aus dem eigenen göttlichen Wesen (aus „Ideen" in Gott, dem
„Ungrund" oder der „Natur" Gott, u. dgl.). Die S. gilt entweder (in der
Regel als eine Erschaffung der in oder mit der Zeit, oder aber als zeit-
lose, überzeitliche, ewige, oder als ständige, immer erneuerte Schöpfung
(„creatio ab aeterno", „creatio continua"). Wird Gott (s. d.) als überzeit-
licher Weltgrund gedacht, dann ist die S. als überzeitliche, ewige, ideale
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften