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582 Schottische Schule — Schwelle.
Christentums, 1896, S. 292 ff.), A. DORNER (Gr. der Religionsphilos., 1903,
S. 34 ff.), FECHNER (Zend-Avesta I, 1851, 264 f.), G. THIELE U. a.
Das Schöpferische der Entwicklung (s. d.) betonen LEIBNIZ,
GOETHE, FICHTE, SCHELLING, HEGEL, WUNDT, EUCKEN (S. Geist),
(Seele u. 1912), 0. (Grundr. der Philos. des Schaffens, 1911),
HEIM (Das Weltbild der Zukunft, 1904, S. 259), KEYSERLING, RAVAISSON,
BOUTROUX, BERGSON 1910, S. 7, 31 ff.) u. a. — Vgl.
SECRETAN, La philos. de la 1879; Die S., 1871; J. EITLE,
Grundr. d. Philos., 1892; R. OTTO, Naturalistische u. religiöse
1904; WENDLAND, Die S. der 1905; R. ECKARDT, Der christliche
Schöpfungsgedanke, 1912; E. HORNEFFER, Das klassische Ideal, 1906, S. 307;
A. SCHAFHEITLIN, Demiurgos IV, 1912; HARMS, Metaphysik, 1885; A.
Das Problem der Freiheit in Kants Ethik, 1910 (Freie Schöpfertätigkeit des
Geistes); HAECKEL, Natürliche Schöpfungsgeschichte11, 1909. Vgl. Ewig-
keit, Ternar, Ontologismus (GIOBERTI), Emanation, Entwicklung, Leben,
Dauer, Logos, Seele, Entropie.
Schottische Schule ist die von schottischen Philosophen begründete
Richtung, welche (gegen HUME U. a.) die Existenz „selbstevidenter" Wahr-
heiten des „Common sense" lehrt und zum Teil psychologische Analyse treibt.
Ihr gehören an: REID (Works8, 1863), DUGALD STEWART, OSWALD, BEATTIE
u. a., TH. BROWN, Sir W. HAMILTON (auch von KANT beeinflußt), COSH,
N. PORTER U. a. VgL SETH, Scottish Philos., 1885; H. LAURIE, Scottish
Philosophy, 1902. — VgL Prinzip, Wahrheit, Qualität.
Schuld s. Zurechnung. Vgl. F. W. FOERSTER, S. und Sühne, 1911.
Schwachsinn (Imbezillität) ist ein nicht normaler, geringer Grad intel-
lektueller Fähigkeiten (Begriffsarmut, Unfähigkeit zum abstrakt-begrifflichen
Denken, zu weiter reichenden Schlüssen, zu längerer aktiver Aufmerksamkeit
und Apperzeption, meist auch Gedächtnisschwäche, u. VgL KRAEPELIN,
Psychiatrie I, 1909. — VgL Moral insanity, Idiotie, Psychose, Kinder-
psychologie.
Schwelle ist ein bildlicher Ausdruck für das
ins Bewußtsein-Treten einer Empfindung, eines psychischen Eindrucks, bzw. für
das eines solchen. Zuerst ist es HERBART, der von der
„Schwelle des Bewußtseins" spricht; er meint damit „diejenige Grenze, welche
eine Vorstellung scheint zu überschreiten, indem sie aus dem völlig gehemmten
Zustande zu einem Grade des wirklichen Vorstellens übergeht" (Psychol. I,
§ 47). „Unter der S." ist eine Vorstellung, die zur Zeit nicht aktuell werden
kann, „an der S." ist sie, wenn sie sich eben aus dem Zustande völliger
Hemmung erhebt. Es gibt eine „statische" und „mechanische" S. und einen
„Schwellenwert" (1. c. § 47 ff.; Lehrb, zur S. 18 ff.). — FECHNER
versteht unter „Empfindungsschwelle" den Wert, den ein Reiz erreichen muß,
damit die zugeordnete Empfindung eben wird (Elemente der Psycho-
physik II, 4. A. vgl. Bewußtsein). Nach WUNDT ist die „Reiz-
schwelle" die untere Grenze, bei welcher ein Reiz eben noch eine Empfindung
auslöst. Die Reizschwelle läßt sich nach zwei Methoden bestimmen. „Man
läßt entweder einen Reiz, der unter der Größe S liegt, langsam anwachsen, bis
er diese Größe erreicht hat; oder man läßt einen Reiz, der über S liegt, solange
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften