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Handwörterbuch der Philosophie
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588 Seele. S. 588). Das „Ding an sich" der Bewußtseinsvorkommnisse ist vielleicht (den> Wesen nach) gleicher Art mit dem Ding an sich der Körper. Ob die S. ein vom Leibe trennbarer Geist sei, ist nicht erkennbar (vgl. Ich, Als regulative Idee kann der Seelenbegriff nur dazu dienen, alle Bestimmungen als in einem einigen Subjekte zu betrachten und „alle Er- scheinungen im als von den Handlungen des Denkens unterschieden vorzustellen". Vgl. CHR. SCHMIDT, Empir. Psychol., S. 153 KRUG, Handbuch der Philos., 1822, I, ff.; FRIES, Anthropol., § 2, u. — Als Gesetz der Einheit der Bewußtseinsfunktionen bestimmen später die COHEN (vgl. Kants Begründ. der Ethik2, 1910, S. 100 f.), NATORP, LASSWITZ, F. J. SCHMID („Gesetz der Bewußtseinsindividualisierung", „funktionale Seelen- einheit", „identischer Grdz. d. konstitut. Erfahrungsphilos., S. 57, 196 ff.) u. a. Mit dem Gehirn identifizieren die S. HOBBES, TOLAND, PRIESTLEY, HOL- BACH de la nature I, K. 7), LAMETTRIE, CABANIS, BROUSSAIS U. (s. unten; vgl. Materialismus). Im 19. und 20. Jahrhundert bestehen die verschiedenen Auffassungen der Seele nebeneinander, wobei aber neben der monadologischen besonders die der Identitätstheorie (s.d.) vorherrscht. Letztere tritt zuerst in tischer Form auf. So bei FICHTE, der in das Ich (s. d.) ein System von „Tathandlungen" ver- legt, welche ein Zweckganzes konstituieren, SCHELLING, nach welchem die der „unmittelbare Begriff" des Leibes, das ideelle Gegenstück zu letzterem ist (WW. I 7, 198 ff., 417 ff.; I 6, 514), HEGEL. Nach H. ist die S. eine dia- lektische Entwicklungsform der „Idee" (s. d.), des „Geistes", zunächst der „subjektive in seinem „An sich" als die „allgemeine materialität der Natur, deren einfaches ideelles Leben", Aber nur als Einzel- heit hat die S. Existenz. Sie ist dem Leibe „allgegenwärtige Einheit", „Mo- nade", die Totalität ihrer besondern Seele und Leib sind „ein und dieselbe Totalität derselben Bestimmungen" (Phänomenologie; § 387 ff.). Ähnlich lehren K. ROSENKRANZ (Psychol.8, 1863, S. 44 ff.), J. ERDMANN, SCHALLER, A. LASSON, nach welchem die S. „gestaltende Form, Ein- heit ... Entelechie, innerer Zweck" ist (Der Leib, s. Leib) u. a. — Als Innen- sein eben derselben Einheit, die als Leib erscheint, bestimmen die S. SCHOPEN- HAUER, F. A. LANGE, FECHNER (Über die Seelenfrage, S. 210 ff.; die = einheitliche Wesen, das niemand als sich selbst erscheint", „das verknüpfende Prinzip des Leibes"), PAULSEN, ADICKES, KÖNIG, LASSWITZ (Seelen u. Ziele, 1908, S. V), EBBINGHAUS, B. WILLE, LIPPS (Leitfaden der Psychol.2, 7, 341 ff.), B. KERN (Das Wesen des Seelen- und Geisteslebens*, 1907), STRONG, FOREL, HÖFFDING, JODL, nach welchem die S. die Gesamtheit der psychischen Funktionen eines lebendigen Organismus ist (Lehrb. d. I 1909, 109) u. a. So auch WUNDT (S. Aktualitätstheorie). Der Substanzbegriff s. d.) hat auf die äußere Erfahrung Anwendung; im ist die identische Tätigkeit des Wollens und Denkens selbst der „Träger" der Einzel- Die Einheit des Bewußtseins beruht auf dessen stetigem Zusammen- hang, nicht auf einem einfachen Seelenwesen. Das Bewußtsein ist eine liche Einheit wie der leibliche Organismus und wir können annehmen, daß das „was wir Seele nennen, das innere Sein der nämlichen Einheit ist, die wir äußerlich als den zu ihr gehörigen Leib anschauen". Die menschliche S. ist „nicht als einfaches Sein, sondern als das entwickelte Erzeugnis zahlloser
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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