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Willensfreiheit. 769
{Vierteljahrsschr. f. wissensch. Philos. X), STEINTHAL, L. FEUERBACH (WW.
I, 78 ff.; X, 76), FECHNER (Zend-Avesta II, 117 ff.), DÜHRING (Wirklichkeits-
philos., 1895, S. 374 ff.), G. H. SCHNEIDER, E. V. HARTMANN (Phänomeno-
logie des sittlichen Bewußtseins, 1886, S. 402 ff.; absolute Freiheit hat nur das
Absolute), PAULSEN (System der Ethik 1900, 429 ff.), ADICKES (Zeitschr.
Philos. II, 116 ff.), LIPPS (Die ethischen Grundfragen, 1905, S. 243 ff.),
ZIEGLER, J. UNOLD, RIEHL (Der philos. Kritizismus II 2, 217 ff.),
SCHUPPE, REHMKE, G. TORRES (Willensfreiheit u. wahre Freiheit, 1904),
F. ERHARDT, KÜLPE, BRENTANO, HÖFLER (Psychol., 1897, S. 568 ff.), EHREN-
FELS, MEINONG, KREIBIG, EBBINGHAUS, JODL (Lehrb. d. Psychol. II8, 1909,
456 ff.), JERUSALEM, OFFNER (Die W., 1903), MÜFFELMANN (Das Problem der
W., 1902, S. 84; viel Literatur), CARNERI, TÖNNIES, F. W. FÖRSTER (W. U.
sittliche Verantwortlichkeit, 1898, S. 39 ff.), ZIEHEN, STERN, DÖRING,
B. KERN, FOREL, STÖRRING, B. WEISS, GOLDSCHEID (s. Richtung,
kritik), PFISTER (Die W., 1904), J. PETERSEN (W., Moral u. Strafrecht,
1905), F. v. TRÄGER (Wille, Determinismus, Strafe, 1895), BRESLER
(Die W., 1908), HEBLER (Elemente einer psychol. Freiheitslehre, 1887), SIG-
WART (Kleine Schriften II, 1904), ELSENHANS (Zeitschr. f. Philos., 112 Bd.,
1898), H. ACHTER (Von der menschlichen Freiheit, 1895), P. MICHAELIS (Die
W. 1896), P. REE (Die Illusion der W., 1885), HÖFFDING S. 213 f.,
471), J. ST. MILL (Logik II, 1875, 439 ff., aber die „Notwendigkeit" des
Wollens ist keine reale Macht, nur subjektive Erwartung einer Abfolge),
SPENCER (Psychol., 1882 ff., § 219), J. RIBOT, FOUILLEE
(Psychol. des 1896, II, 277 ff.; die Idee der Freiheit realisiert sich selbst;
Morale des 1908, S. ff.), (Opere III, f., f.) u. a.,
auch z. T. NIETZSCHE, obgleich er keine real determinierenden Gesetze anerkennt
(WW. VII, XII, XV). — Einen strengen Determinismus lehren MOLESCHOTT,
VOGT, BÜCHNER, J. C. FISCHER (Die Freiheit des menschlichen Willens, 1871),
E. HAECKEL, BUCKLE U. a. Nach OSTWALD muß, da die Anzahl der auf
jedes Erlebnis einwirkenden Faktoren unbegrenzt ist, für unser begrenztes
Denken stets ein unbestimmter Rest in jedem Erlebnis bleiben, so daß wir. uns
so verhalten können, als sei die nur teilweise determiniert (Vorles. über
1903, S. 430; d. Naturphilos., S. f.; vgl.
Chemische Theorie der W., 1897: Regelung des Zeitmaßes des psychischen
Geschehens durch Katalyse). Als eine ethisch zweckmäßige Fiktion (s. d.)
bestimmt die W. VAIHINGER (Die Philosophie des Als ob, 1911).
Einen indeterministischen Einschlag hat die Theorie WUNDTS. Das Wollen
ist durch die Motive und (besonders) durch den Charakter, durch die ganze
Vergangenheit des Ich bestimmt, welche die freie Tat desselben zugleich dem
universalen Zusammenhange des Geschehens eingliedert, dem allgemeinen
Weltgrunde sich unterordnet. „Was den menschlichen Willen vor den äußeren
Motiven determiniert, ist der Charakter." Bei den Willensakten erscheint die
Wirkung „ein neues Erzeugnis, das zwar bestimmte Ursachen fordert, nie-
mals aber zu diesen ein Verhältnis quantitativer Äquivalenz gebracht
werden kann" (Grdz. d. phys. Psychol. 1903, 513 ff.; Logik 554 f.;
1892, S. 4. A. 1912). — Nach W. JAMES, der schon mehr Indeter-
ist, bedeutet die W., daß in unserer Neues entsteht, daß die
kunft nicht eine bloße Wiederholung der Vergangenheit ist. Das
wird nicht einen Teil derselben eindeutig bestimmt, verschiedene Alter«
Handwörterbuch. 49
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften