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Wissenschaftslehre.
konkreten Logik, 1887), PEARSON (Grammar of Science, 1892, S. 304 ff.;
2. A. 1900). Nach OSTWALD ist alle W. Naturwissenschaft ihrer Methode
nach (Grundr. der Naturphilos., S. 63 ff.; vgl. Monistische Sonntags-
predigten II). Natur- und Geisteswissenschaften (als reale neben den formalen
Wissenschaften: GRASSMANN U. a.) unterscheiden BENTHAM (Works,
AMPERE, J. ST. MILL, HEGEL, STEINTHAL, HELMHOLTZ 1903, I,
123 ff.), DILTHEY, MASARYK, KÜLPE, WUNDT (Philos. Studien
II, 1 ff.; V, 1 ff.; System d. Phüos. I8, 1907, 13 ff.), A. VANNERUS (Vetens-
kapssystematik, 1907; viel Literatur) u. a. — Gesetzes- und Geschichts- (bzw.
Kultur-) Wissenschaften unterscheiden HARMS, WINDELBAND, RICKERT U. a.
(s. Geisteswissenschaft, Geschichte, Naturwissenschaft), Objekt- und
wissenschaften SCHUPPE (Zeitschr. f. immanente Philos. I, 1898), objektivie-
rende und Wissenschaften MÜNSTERBERG (Grdz. d. Psychol.
I, 1900), (Ein neuer Versuch über das Wesen der Philo-
sophie, 1909), Natur- und Kulturwissenschaften A. MENZEL (Jahresbericht d.
philos. Gesellschaft zu Wien, 1903), Natur- und Sozialwissenschaften MAX
ADLER (Kausalität u. Teleologie, 1904, S. 236 f.) u. a. — Vgl. Archiv f.
systemat. Philos. IV, 1898; Nouvelle Classification des sciences2, 1901; GOBLOT,
Essai sur la Classification des sciences, 1898; B. ERDMANN, Vierteljahrsschr. f.
wissensch. Philos. II, 1878; STUMPF, Zur Einteilung der Wissenschaften, 1907;
B. WEISS, Archiv f. systemat. Philos. IX, 1903; Entwicklung, 1908; A. MES-
SER, in die Erkenntnistheorie, 1909; P. DU Über die
Grundlagen der Erkenntnis in den exakten Wissenschaften, 1890; R. FRANCE,
Der Wert der W.8, 1908; G. F. LIPPS, Mythenbildung und Erkenntnis, 1907;
ENRIQUES, Probleme der W., 1910; NATORP, Die logischen Grundlagen der
exakten Wissenschaften, 1910; Philosophie und W., 1910;
H. DINGLER, Grenzen u. Ziele der W., 1910; B. BAUCH, Studien zur Philo-
sophie der exakten Wissenschaften, 1911; einer Kritik und exakten
Theorie der Wissenschaften, 1907; FRISCHEISEN-KÖHLER, Wissenschaft und
Wirklichkeit, 1912 (Alle W. ist auf ein Wirkliches bezogen, das ihren kon-
kreten Gehalt ausmacht und der sich nie aus den formalen Erkenntnisbedin-
gungen wird begreifen lassen; das Wissen von Realität geht aller W. voraus);
B. WEINSTEIN, Die philos. Grundlagen der Wissenschaften, 1906; DORNER,
Die Einheit der Wissenschaft, 1909; R. HÖNIGSWALD, Zur
theorie und -Systematik, Kantstudien XVII, 1912, S. 28 ff.; CH. W. SHIELDS,
Philosophia ultima, or the science of the 1905;
wiss. u. 1910. — Vgl. Skeptizismus, Wissen und Glauben, Mathe-
matik (KANT), Naturwissenschaft, Physik, Monismus, Erkenntnis, Tatsache,
Objekt, Voraussetzung, Problem, Fiktion, Ordnung, System, Methode,
Praktisch, Norm, Sollen, Wert, Zweck, Exakt, Positivismus, Philosophie.
ist Theorie des Wissens und der
die Wissenschaft von den Methoden, Grundlagen, Voraussetzungen und Zielen
der Wissenschaften. Als W. fungiert die Logik als Methodenlehre)
in Verbindung mit der Erkenntnistheorie.
Von einer W. spricht zuerst (in Weiterbildung der KANTschen Vernunft-
kritik, der „transzendentalen Logik") FICHTE. Nach ihm hat die W. die Auf-
gabe, das (absolute) Wissen in seiner Entstehung durch Setzungen („Tathand-
lungen") des Geistes, insofern also „genetisch", zu betrachten, es zu begründen,
zu legitimieren. Sie enthält die „Form des Wissens von allen möglichen Ob-
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften