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794 Zweok.
•dynamisch oder energetisch). Eben dieselbe Reihe des Geschehens, in
Glied als „Mittel", das andere als „Zweck" wollend und denkend gesetzt
wird und insofern eine Finalreihe darstellt, ist eine Kausalreihe, sofern
Zweckverwirklichung, die erreichte Veränderung als Folge (Wirkung)
Handlung als Realgrund (Ursache) beurteilt wird Kausalität). Das un-
mittelbar-lebendige Geschehen in dessen „Fürsich-Sein" ist Fortgang
zur andern, jede Zielstrebung ist aber zugleich ein Vorgang,
einen andern zur Folge hat und selbst durch einen andern bedingt
ist die ganze Kette von Vorgängen in der ein System
und zugleich, in anderer Betrachtungsweise, ein
sales in dem jedes Glied eindeutig bestimmt ist; denn es ver-
gegen die Einheit und Konsequenz der Denkmethode, die
der Betrachtung so vermengen, daß ein Glied der Final-
reihe als eine neue, besondere Ursache in die
salreihe eingestellt wird. Das ergibt eine die kausale
hemmende, einschränkende Teleologie Leben, Identitätstheorie,
Nirgends durchbricht die Finalität die Kausalreihe, sondern diese
als Ganzes ist die Erscheinung, der Ausdruck der
Teihe. Die Zwecke wirken nicht von der Zukunft her für sich, sondern wirksam
sind nur gegenwärtige Aktionen), zu deren rein quali-
Bestimmtheit und Idealgrund das Strebensziel gehört. Was
kausal ordnen, sind schon die final qualifizierten Faktoren selbst,
die Reaktion der einen von der Reaktion der anderen abhängig ist. Die
qualitative Urbestimmtheit der einzelnen Wirklichkeitsfaktoren selbst ist keine
„Ursache" neben anderen, aber die Urbedingung, daß aus dem „Zusammen"
Faktoren gerade solche Vorgänge als Ursachen und Wirkungen sich er-
geben. Sowohl in den Natur- als in den Geisteswissenschaften muß stets nach,
Ursachen des Geschehens gesucht werden, aber verstanden wird vieles erst,
wenn wir imstande sind, den „Sinn" der als Ursachen eingestellten
lungen, die ihnen immanenten Strebensziele zu erdeuten, wenn wir uns
fragen, zu welchem Zwecke ist dies oder jenes Geschehen oder geschieht dies?
Die regulative Zweckbetrachtung findet, indem sie bestimmte Wirkungen als
Zwecke denkt und nach den Mitteln sucht, die zu ihnen führen, Ur-
sachen, die sonst nicht (oder nicht so schnell und vollständig) entdeckt
worden wären, darunter auch zielstrebige Faktoren. Für das Geistes-
leben als solches aber der konstitutiv, denn Geist ist
seinem nach Zielstrebigkeit, Zwecksetzung. Das ganze psychische
(s. d.) Leben ist zielstrebig, von Trieben durchsetzt, auf bestimmte
gerichtet (s. Selektion, Aufmerksamkeit, Gefühl, Denken,
Wert u. a.). Bewußte Zwecksetzung neben triebhafter Zielstrebung
menschliche Geschichte (s. d.), die ganze Kultur (s. d.), ist im
Leben richtunggebend (s. Soziologie. In der Erkenntnis (s. herrscht der
theoretische, logische Zweck (s. Einheit, Voluntarismus, Kritizismus, vgL
Pragmatismus), im Recht (s. d.) und in der Sittlichkeit (s. d.) ein praktischer
im (s. d.) eine andere Art des Zieles. Überall aber
wie auch im Biologischen, das Prinzip der „Heterogonie der Zwecke" zu
achten (vgl. auch Mittel). Die angewandten, praktischen und
Wissenschaften lehren, zu bestimmten Zwecken die richtigen,
Mittel durch Kombination ursächlicher Faktoren
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften