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Handwörterbuch der Philosophie
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Zweck. 795 und gebrauchen, auf Grund kausaler Erkenntnis, aber doch spezifischer Methodik, und sie verwenden zum Teil Willensziele als (s. zur Beurteilung des Wertes von Gebilden und Handlungen. Vgl. EISLER, Der Zweckbegriff, 1913. Die Teleologie wird teils als „transzendente" (äußerliche Setzung von Zwecken der Dinge durch Gott oder die Natur), teils als „immanente" T. ge- lehrt (Setzung von Zwecken durch die Wesen selbst). Die dualistische Teleo- logie nimmt „Zweckursachen" neben den „bewirkenden" Ursachen an, die „monistische" nur eine Art des Geschehens, das sowohl final als kausal ist, wobei das Kausale meist auf Finalität gegründet wird. Der Zweckbegriff wird teils als „konstitutiver" (objektiver, metaphysischer), teils nur als „regulativer" Begriff (als bloße Betrachtungsweise zur Erweiterung der Kau- salität) gebraucht. Die Zweckmäßigkeit wird auch rein erklären gesucht und hierbei wird dann oft alle Finalität, alle Teleologie verworfen. Teleologisch denken nach welchem der „Geist" d.) zweckvoll geordnet hat, ohne aber im Einzelnen regulierend einzugeifen, SOKRATES, welcher die Zweckmäßigkeit der Dinge für den Menschen betont (nach Xenophon, Memorabil. I, 4, 4 IV, 3, 3 f.), PLATON, nach welchem der Demiurg alles nach den „Ideen" (s. d.) gestaltet hat; daneben gibt es noch die blindwirkenden, in der „Materie" (s. begründeten Mitursachen vgl. Timaeus 46 C ff.; Phaedo 97 Philebus, 54 C; s. Optimis- mus). ARISTOTELES rechnet den Zweck (xb ov evexa) zu den „Prinzipien" (s. d.) der Dinge und identifiziert ihn mit der „Form" (s. d.), welche alles Werden (s. d.) leitet. Dieses ist Übergang von der Potenz zur und enthält das Streben zum Vollendungszustand eines Dinges (s. Entelechie). Wenn auch die Hemmungen des Stoffes Unzweckmäßigkeiten bedingen und es „Zufälliges" gibt, so geschieht doch in der Natur nichts zwecklos (ovdev Endziel der ist Gott (s. d.), dem alles zustrebt (Metaphys. I 3, 983 a 31; V 2, 1013 b 26; XII 7, 1072 b f.; De anima III 12, 434 a 31 ff.; De coelo I, 2 ff.). Die lehren z. Teil die auf den zugeschnittene Zweckmäßigkeit der als Ganzes (CICERO, finibus III, 20, 67; De natura deorum II, 53; s. Optimismus, Übel). Nach den gibt es zweckmäßig wirkende Kräfte in den Dingen. Hingegen lehren die streng mechanistisch und antiteleologisch (vgl. LUCREZ, De rerum natura I, 1021 ff.; IV, 836 ff.). Teleologisch ist meist die Weltanschauung des Gott hat die zweckmäßig geschaffen, alle Dinge haben ihre Bestimmung, alles dient bestimmten Zwecken, ist auf solche gerichtet, der Mensch ist der Mittel- punkt der Schöpfung (Anthropo-Teleologie). Die Zielstrebigkeit aller Ursachen lehren AUGUSTINUS (De gener. ad litt. IX, 17, 32; vgl. IV, 33, 51) und vor allem die (auch GEBIROL a.). Der Zweck ist, nach VON AQUINO, die „Ursache der Ursachen", denn er treibt (als „Zweckursache", „causa finalis") die bewirkende Ursache („causa efficiens") zur Wirksamkeit, gibt ihr die Richtung agens in agendo intendit im Menschen mittelst der Erkenntnis und Wertung des „Guten". Er ist das Erste als (wenn erreicht) das Letzte beim Wirken („finis est in ultimum in Nichts geschieht zwecklos. Gott (und dessen Ver- herrlichung) ist das Endziel von allem (vgl. Thomas, Sum. theol. I, 5, 4; I, 62, 4; II, 1, 2; Contr. gent. III, 2 f., 17). — Ähnlich lehren SUAREZ (Meta-
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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