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Handwörterbuch der Philosophie
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Zweck. 797 anzuerkennen; hier nicht bloß äußere, relative, sondern „innere Zweck- mäßigkeit des Naturwesens". Zweck überhaupt ist der „Begriff von einem Objekt, sofern er zugleich den Grund der Wirklichkeit dieses Objekts enthält" oder, enger gefaßt, „was dem Willen zum objektiven Grunde seiner Selbstbestim- mung dient". Der sittliche Mensch d.), die „vernünftige überhaupt, ist „Zweck an sich selbst", nicht bloßes Mittel. Es gibt ein Reich (s. d.) der Zwecke (Krit. d. Einleit., 65 ff.; Über Philosophie überhaupt, 1794; vgl. Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien, 1788; Idee zu einer allgemeinen Ge- schichte, 1784; vgl. A. STADLER, Kants Teleologie, 1874; 2. A. 1912; P. Kants Lehre von der Entwicklung, W. ERNST, Der Zweckbegriff bei Kant und sein Verhältnis zu den Kategorien, 1909). — Nach FRIES ist das Geschehen in der kausal, mechanisch zu erklären, aber für die („Ahnung") wird das All zu einem sinnvollen Zweckzusammenhang in Gott (Wissen, und Ahndung, 1805; 1905; System d. Metaphysik, 1824; vgl. APELT, Metaphysik, 1857; R. OTTO, Natura- listische und religiöse 1904). — Als regulatives Prinzip, welches den Grundsatz der Kausalität nicht beschränken, sondern erweitern soll, fassen die Idee des Naturzwecks auf STADLER (S. oben), COHEN (Kants Begründung der Ethik, 1910, Logik, 1902, S. 309, der Z. als Kategorie), NATORP, N. HARTMANN, B. BAUCH, RIEHL (Zur in die Philos., 1905, S. 173, 3. A. 1908), F. SCHULTZE (Philos. der Naturwissensch., 1877, II, 328 ff.), (Seelen u. Ziele, 1908, S. 116 ff.), M. ADLER (Kausalität u. Teleologie, 1904, S. 191 ff.; Marxist. Probleme, 1913), KELSEN U. a. Nach SIGWART hat die teleologische Betrachtung heuristischen Wert; der regressive Zweck- begriff geht von den Wirkungen zu den Ursachen: sollte dieser Erfolg heraus- kommen, so mußten die Ursachen so und so beschaffen sein. Hätten wir eine volle Einsicht in den Kausalzusammenhang der so würden beide Be- trachtungsweisen sich vollkommen decken (Kleine Schriften ff.; Logik II», 252; 4. A. 1911). Ähnlich lehrt u. a. WUNDT I», 1893, 631 ff.; 3. A. 1906; d. Philos. II8, 1907; Grdz. d. physiol. Psychol. III5, 1903, 685 f.; s. unten). Daß Mechanismus und Teleologie im Absoluten zusammenfallen, betonen auch KANT, SCHELLING (Vom Ich, S. 206; vgl. Natur- philos. I, 61; vgl. HEGEL, Naturphilos., S. 10 f.; Enzyklop. § 204), V. HART- MANN, LOTZE u. a. Eine objektive Teleologie, welche von der Einheit der aus- geht und darauf die kausale Verknüpfung selbst zurückführt, lehren SCHOPEN- HAUER, nach welchem die Einheit des mit sich übereinstimmenden Willens die Einheit der Erscheinungen als Beziehung und Abhängigkeit aller Teile eines Wesens voneinander bedingt als Wille und Vorstellung, I. Bd., § 28; IL Bd., K. 26; vgl. Voluntarismus; ähnlich MAINLÄNDER, Philos. der Erlösung, 1876, 3. A. 1894, I, 109), W. ROSENKRANTZ (Wissenschaft des Wissens II, 1866/68, 236 ff.), M. CARRIERE, C. H. WEISSE, nach welchem die Kausalität selbst teleologisch ist (Grundz. d. Metaphys., 1835, S. 513 ff.), ULRICI, J. H. FICHTE, LOTZE, nach welchem der Mechanismus d.) streng gilt, aber im Dienste des universalen Zweckzusammenhanges steht, der durch die ur- sprüngliche Anordnung der Verhältnisse der Dinge und deren Kräfte wird (Mikrokosmus*, 1869; 5. A. 1896), CHR. PLANCK (Logisches Kausalgesetz u. natürliche Zweckmäßigkeit, 1877), HARMS, E. ZELLER (Über teleol. u. mechanische Naturerklärung, 1876), R. SEYDEL (Religionsphilos.,
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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