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6.5 Zusammenfassung
Im Vergleich zu dem Taktmusterverfahren nach [49] und dem modifizierten Taktmuster-
verfahrenkannmitdemneuenTaktmusterverfahrendieStandardabweichungdesWinkelfeh-
lers bei gleicher Einstellung des Beobachters reduziert werden (vgl. Tabelle 6.1). Der Un-
terschiedergibt sichdurchdiehäufigereWinkelberechnungdesneuenTaktmusterverfahrens
gegenüber demTaktmusterverfahren nach [49] und demmodifiziertenTaktmusterverfahren
(vgl. Abschnitt 6.2.2). Über der Drehzahl ergibt sich ein Unterschied, der in Abschnitt 8
diskutiertwird.
6.5 Zusammenfassung
InKapitel 6wurde ein neues Taktmusterverfahren basierend auf demTaktmusterverfahren
nach[49]vorgestellt.EswerdendieerforderlichenSchaltzuständefürdasTaktmusterverfahren
nach [49] unddieUmsetzungderTaktmuster für das neueTaktmusterverfahren erklärt.Die
TaktmusterdesneuenVerfahrens sindausgehendvondenTaktmusterndermittenzentrierten
PWMverschoben, umdieTest-Schaltzustände Z001, Z010 und Z100 zu erzeugen.Dazuwird
einederdreiPhasen jeweilsandenAnfang,eineandasEndeundeinePhase indieMitteder
PWM-Periodegeschoben.EinezyklischeAbwechslungderdreiVariantenderVerschiebungen
ermöglicht dieBereitstellung aller drei Test-Schaltzustände.Bei vollerVerschiebung an die
GrenzenderPWM-PeriodehatdieVeränderungderTaktmusterdenNachteil,dassverglichen
mit der Ansteuerung nach [49] verstärkt Frequenzen auf den Strömen angeregt werden,
die zu einem verstärkten, hörbaren Geräusch führen. Für den Einsatz in der Serie ist es
daherempfehlenswert,minimaleVerschiebungenfürdieMessungenderSternpunktspannung
einzusetzen, umdieGeräuschentwicklung zu verringern.Weiterhin ist es vielversprechend,
den Einsatz einer zufälligen, statt einer zyklischen Abwechslung der Verschiebungen der
Ansteuerung zu untersuchen, um die Intensität der Frequenz bei 13 der PWM-Frequenz zu
verringern.Beispielsweise könnte dazudieAbfolge derVerschiebungen abhängig von einer
FolgevonPseudozufallszahlen implementiertwerden.
Es ist erforderlich, die Sternpunktspannungbei aktivenTest-Schaltzuständen Z001, Z010 und
Z100 zu messen. Dazu werden unterschiedlicheMessaufbauten sowie der zeitliche Ablauf
vorgestellt.FürdasVerständnisderphysikalischenEigenschaftendesVerfahrenswerdenwei-
terhin die Gleichungen zur Beschreibung der Sternpunktspannung hergeleitet. Schließlich
ergebensichGleichungen(6.14) fürdieSternpunktspannungenus001,us010 undus100 beiden
aktiven Schalterstellungen Z001, Z010 und Z100. In der Signalverarbeitung des neuen Takt-
musterverfahrenswerden zunächstDifferenzen der drei gemessenen Sternpunktspannungen
gebildet. Aus den Differenzen der drei gemessenen Sternpunktspannungen ergibt sich mit
einerαβ-TransformationundanschließenderAnwendungdesArkustangens2derberechnete
Rotorwinkel mit doppelter Frequenz ˆ(2φs). Mit einer Frequenzhalbierungwird schließlich
derRotorwinkeldesTaktmusterverfahrenserzeugt.BeieinemEinsatzdesgeberlosenVerfah-
rensandemvorliegendenSystem,bestehendausLeistungselektronik, elektrischerMaschine
und Spannungsversorgung an einemMotorprüfstand, wird eine stromabhängige Phase auf
dem berechnetenWinkel sichtbar. Da das geberloseVerfahren diewinkelabhängige Induk-
tivität verwendet, kann die stromabhängige Veränderung der dq-Induktivität die geberlose
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Ein neues Konzept für die geberlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmaschinen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
- Title
- Ein neues Konzept für die geberlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmaschinen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
- Author
- Sebastian Paulus
- Publisher
- KIT Scientific Publishing
- Date
- 2018
- Language
- German
- License
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-7315-0862-5
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 180
- Keywords
- Hybridfahrzeuge, Energiemanagement, Fahrerassistenzsysteme, Optimale Regelung, Modellbasierte Prädiktive Regelunghybrid vehicles, energy management systems, driver assistance, optimal control, model predictive control
- Category
- Technik