Page - 260 - in Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Image of the Page - 260 -
Text of the Page - 260 -
260 Judith Haberhauer, Florian Neuburg, Andrea Werdenigg
noch das Gleiche wie frühere NutzerInnen? Wenn sie sich anders
als bisher üblich einbringen wollen bzw. das Event gerne grundsätz-
lich anders gestaltet hätten, dann muss das Konzept des Festes ent-
sprechend geändert werden.
• Das „Herzstück“ bzw. der Grundgedanke des Veranstaltungskon-
zeptes ist und bleibt dabei: Das Fest ist von Jugendlichen für Ju-
gendliche und darf keinen Zwang bedeuten.
Ideen für nächstes Jahr
Eine Jugendliche merkt an, dass sie gerne im nächsten Jahr ein Tagada hätte.
Ihrem Wunsch wird seitens der mobilen Jugendarbeit entgegengebracht, dass
dies aus finanziellen Gründen, fehlendem Platz und damit einhergehender
Gefahr nicht gehe. Es ist einer der wenigen Momente, bei dem ein Vorschlag
von Seiten der Jugendlichen sehr schnell und klar zurückgewiesen wird. Die
Jugendliche verteidigt allerdings ihren Vorschlag, woraufhin eine andere
Jugendarbeiterin eingreift, die Idee aufschreibt und meint, dass man darüber
ja noch nächstes Jahr sprechen könne. Die Differenzen wurden nicht gleich
ausdiskutiert, sondern in der Situation dadurch entschärft, dass die Klärung
der Frage auf später verschoben wurde.
Eine Mitarbeiterin thematisiert, dass das Interesse an den Vorbereitungen
kontinuierlich gesunken sei. Sie fragt die Jugendlichen, ob sie mehr Interesse
hätten sich einzubringen, wenn der Planungszeitraum kürzer wäre. Niemand
sagte zuerst etwas, bis sich ein Jugendlicher zu Wort meldete und meinte,
dass es prinzipiell passe. Dann begann er sich zu rechtfertigen, warum er
nicht immer kommen konnte, eine weitere Jugendliche begann ebenfalls Ihr
Fernbleiben zu entschuldigen. Die Jugendlichen fassten es offenbar als Vor-
wurf auf bzw. reagierten reflexartig mit Rechtfertigungen, obwohl die Mitar-
beiterin betont hatte, dass es nur eine Frage war. Ein Jugendlicher schlug vor,
die Treffen thematisch zu gliedern, er wurde vom Jugendgemeinderat unter-
stützt. Die Mitarbeiterin notierte den Vorschlag und betonte, dass es der Plan
sei, den Jugendlichen nach und nach mehr Selbstständigkeit und Verantwor-
tung bei dem Fest zu übergeben.
Im Hinblick darauf, dass mehr BesucherInnen wünschenswert wären,
wurde thematisiert, ob man mehr Werbung machen könnte und welche Kanä-
le es dafür gibt. Bei diesem Punkt entwickelt sich ein Gespräch zwischen
Jugendlichen, Gemeindevertretung und GOOSTAV. Angedacht wurde auch
eine Verschiebung des Festes auf Anfang Juni. Da dies aber eine längere
Planung braucht, könne dies nicht für das nächste Jahr realisiert werden.
Bei der Sitzung wurden zwar diverse Themen angesprochen, Entschei-
dungen wurden aber keine getroffen. Abschließend wurden noch Vorschläge
für die Danke-Aktion notiert und angekündigt, dass die Abstimmung darüber
back to the
book Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse"
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Title
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Subtitle
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Author
- Hemma Mayrhofer
- Publisher
- Verlag Barbara Budrich
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Size
- 14.8 x 21.0 cm
- Pages
- 378
- Keywords
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Category
- Geisteswissenschaften