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Wirkungsevaluation anhand von Daten des Sicherheitsmonitors 299
sche Vorgehensweise zur Analyse von Paneldaten soll im folgenden Kapitel
kurz dargestellt werden.
Paneldatenanalyse: Grundlagen
Paneldaten zeichnen sich durch wiederholte Messungen einer oder mehrerer
Variablen – hier: Deliktzahlen – in einer oder mehreren Regionen aus. Sie
haben gegenüber Querschnittsdaten mehrere Vorteile:
• Sie erlauben die Analyse von individuellen Entwicklungen, da es neben
der Varianz zwischen den Regionen (vgl. beispielsweise Abb. 45) auch
Varianzen innerhalb der Regionen gibt.
• Sie enthalten Informationen zur zeitlichen Abfolge von Zuständen (hier:
Deliktzahlen Jugendlicher und junger Erwachsener) und Ereignissen
(hier: Interventionen durch die mobile Jugendarbeit).
• Sie erlauben die Kontrolle unbeobachteter individueller (regionaler)
Heterogenität.
• Sie sind informativer (enthalten z.B. mehr Variabilität und Freiheitsgra-
de).
Der Hauptvorteil von Paneldaten besteht in der Erzeugung einer Varianz
innerhalb von Regionen, sie ermöglichen damit Quasi-Experimente. Dabei
wird untersucht, wie sich Regionen im Hinblick auf eine abhängige Variable
(hier: Deliktzahlen) verändern, in denen ein Ereignis (hier: Einsatz der mobi-
len Jugendarbeit) zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindet („Experimen-
talregion“) oder nicht („Vergleichsregion“). Im Rahmen von Panelanalysen,
kann also – im Gegensatz zu Querschnittsdaten – der kausale Effekt eines
treatments – eines Ereignisses – auf die Deliktzahl bestimmt werden.
Entsprechend dieser Varianzquellen sind unterschiedliche Regressions-
verfahren für Paneldaten entwickelt worden, die entweder nur die Varianz
zwischen Regionen („between“), die Varianz innerhalb von Regionen
(„within“) oder beides nutzen. In dieser Untersuchung ist der kausale Effekt
eines „treatments“ T (hier: Intervention) auf eine abhängige Variable y (hier:
Deliktzahl) von besonderem Interesse. Wenn i die jeweilige Region bezeich-
net, t einen Zeitindex und C für die Messung vor dem treatment steht, schät-
zen wir mit Querschnittsdaten folgendes:
, − ,
Geschätzt wird also die Differenz der abhängigen Variable zwischen Regio-
nen, die das treatment zum Zeitpunkt t0 erlebt haben, und anderen Regionen,
die es zum Zeitpunkt t0 noch nicht erlebt haben. Der tatsächliche kausale
Effekt des treatments wird hier nur dann korrekt geschätzt, wenn sich die
Regionen der Gruppen i und j nicht im Hinblick auf unbeobachtete Merkmale
unterscheiden. Da es jedoch unrealistisch ist – wie oben ausgeführt – dass
sich die Regionen bei den unbeobachteten Merkmalen nicht unterscheiden,
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Title
- Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
- Subtitle
- Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
- Author
- Hemma Mayrhofer
- Publisher
- Verlag Barbara Budrich
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-8474-1130-7
- Size
- 14.8 x 21.0 cm
- Pages
- 378
- Keywords
- Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
- Category
- Geisteswissenschaften