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Thürlemann Von der Wand ins Buch
entweder in der wirklichen Ordnung wiederzugeben – wie z. B. im Düsseldorfer Stichwerk
von 1778 und bei Maria Cosway – oder zusätzlich in einer idealen Pendantordnung, wie
dies im Wiener Prodromus von 1735 der Fall ist. In den neueren, photographisch illustrier-
ten Katalogwerken werden solche Versuche kaum mehr angestellt. Das doppelte Dia-
gramm des Museums – als Raumfolge und als Summe der vielfach noch nach dem Pen-
dantsystem geordneten Wände – wird in den Bestandskatalogen meist durch ein alphabe-
tisch geregeltes, enzyklopädisches System ersetzt.17
Wichtig beim Übertritt der Bilder vom Museum ins Buch ist aber nicht nur die neue en-
zyklopädische Ordnung, sondern auch die Tatsache, dass das Buch eine gänzlich andere
dispositive Struktur besitzt als das Museum. Im Museum bewegen wir uns von einem
Abb. 9
André Malraux, Le Musée imaginaire,
Genf 1947, S. 26f.
Abb. 10
André Malraux, Le Musée imaginaire,
Genf 1947, S. 76f.
Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums
Europäische Museumskultur um 1800, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums
- Subtitle
- Europäische Museumskultur um 1800
- Volume
- 2
- Author
- Gudrun Swoboda
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79534-6
- Size
- 24.0 x 28.0 cm
- Pages
- 264
- Category
- Kunst und Kultur