Page - 233 - in Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks, Volume 3
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bis an den Tod Qttokars IV. :c. 233
weis, daß er seint fornikarische Geistliche nicht ge-
bührend bestrafe ( r ) ; dies geschah im ersten Jahr
seiner Regierung 10?3. Von diesem Pabst wirb K«r»tt«
viel gutes, viel übles erzählet, nach Art lxr d a - ^ "^"
maligen Oegenparteyen. In einer Entfernung von
7<2Q Jahren läßt sich nichts richtig Messen, außer
was wir in seinen Briefen finden ; seine herrschende
Idee war die Freiheit der Kirche herzustellen, wel-
che solchem die Souveraine geraubt sollen haben.
(5) Die Unterdrückung geschah, wie er schreibt,
(t) durch die Investituren; diese wollte er nun
aufgehoben, und die Ernennung aller Bischöffe sich
«igen haben, dawider die Könige als Stifter der
meisten Bisthümen sich setzten; besonders da Gre-
gor die Bischöffe als seine Vasallen ansah. Letzt-
lich wollte er auch die Monarchen zu seinen Unter-
thanen machen, (u) und so giengen seine Ansprü-
che an alle Reiche der Welt «. Kein Wunder al-
so, daß die Kirche und das Reich von ihren so
zerschiedenen hitzigen Leidenschaften ergebenen Ober«
Häuptern vom Pabste und Kaiser verwirret wurde.
. 3. II. 178.
colleK. <üunc. VI. Mt. I, c. I22U.
O) LpiN. l. 1. eM. 42. p. 38. 6 üb. 9. epiN. «l.
(t) l.ib. 1. epiN. 85. ^ in Decieta «l>.
(u) Iilli. 4. epill. «. I>. »52.
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken