Page - 303 - in Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks, Volume 3
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so aus dem alten Gemäuer erwachsen, und eigent-
lich Schutthaufen sind. Man hat in der Ebene
bei L.eibniy ganze unterirdische Gewölbe, und ge-
spannte unkennbare Bögen entdecket, in welchen
römische Grabsteine waren.
§. 7. Ich muß diesem merkwürdigen
mit mchrern neuern Nachrichten meine Aufmerk« "
samkeit widmen. Im Jahre 1783 schrieb mir von
Wien Herr Franz Graf von Saurau, ersuchte
mich, ihm ausfindig zu machen, ob diese alte Stadt
Nturoela berühmt, reich gewesen, und ob es die
Mühe verdienen möchte, derselben sorgfaltig nach-
zuspüren? besonders, da in diesem Ort verschiedene
Münzen, Urnen gefunden, die Nachforscher der-
selben aber von den Ackersleuten bei keibniy ver-
trieben worden sind, um ihre vergrabene Münzen
nicht zu verlieren, und im Ackerbau nicht verhin«
dert zu werden. Daß hier Orts viele Münzen,
Urnen, Götzen sind gefunden worden, versicherte
mich der gcnesie Herr Kommissair daselbst, icho
Erzpliester und Dechant in wa i ; Jos. Peinthar.
Diese UrnlN, Töpfe, mit zerschiedenlN Gestalten,
sind theils aus rother Erde, theils aus eisenfarbi-
ger Materie gemacht worden. Man fand auch hier
unzahlige Münzen durch die letztere Jahrhunderte, Münzen „
denn römischen Haacschmuck, als Nadeln, S ^ " " "
kleine Arm - und Kopfbinden mit Schnallen. Auch
zu Hartberz einer Munizipalstadt des Fürst Varr
wur«
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken