Page - 311 - in Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks, Volume 3
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dem Starken, bis an den Tod Ottok. VI. :c. Zu
(x) Unenli! in «NNZI. Zy'l. I. 14Z.
äil>I. ät^l. II. l6. ^nnal. Lt^l. 1.793.
§. I s. Marburg ist schon vom 8tiN Jahr- Aelter.
hundert bekannt, wie es aus den Unruhen der
Sklaven bei Marburg, von welchen ich im ersten
Theil dieser Geschichten gehandelt habe, zu sehen
ist. Marburg hatte auch eigene Zerren von Mar-
burg genannt, deren ich einige in meinen Annalen
(2) angemerket habe. Ein mir zugeschicktes U5.
lautet also: Wo jetzo die Stadt Marburg steht,
(2) war vor Alters ein EdeH'tz samt etlich umlie-
genden Hausern, welcher füglich ein Dorf konnte
genennt werden, den Herren von Marburg ange-
hörig war ; nach Verlauf vieler Jahren wurden
wegen angenehmer Lage mehrere Häuser angebauet,
und Marburg namhaft vergrößert; da es sich also
empor hob, hat die damalige Landesregierung die-
sem Ort die Freyheiten eines Markts ertheilet, und
als hernach unsere Landesfürsten die überaus schöne
Gegend in Betrachtung gezogen, ist dieser Markt mit
Ningsmauern und Thnrmen umgeben, und in solcher
eine fürstliche Burg erbauet worden, welche mit vie»
len Freiheiten beschenkt, und zu einer Stadt erhoben
worden ist. Wcil dieser Ort ehe ein Markt war,
ist er wegen Hinzusetzung der neuerbauten Rurg
Marktburg (li) genennet worden. Die Landes-
fürsten erwählten es zu einen Lüstort, in welchem
sie sich im May, September, Oktober aufhielten,
U 4 also
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken