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Dritt. Kap. Staatsbeg. von Leopold
den, und daß die Stadt also das Wappen und den
Namen von ihnen entnomen habe; denr de«r Namen
Iudenburg war schon in den Diplomei de?r Gtto-
karn lang ehe bekannt, und die Sta)t führet in
ihrem Wappen einen Kopf im rochen Feilt», wel-
cher einen gespitzten Hut und Spitzban hcat. Die
Fabeln von Iudenburg 796, ic>z6 hab'e ich in
meinen Annalen (1. 321. 445.) widerlege.
§. 99. Iudenburg war also eine alte Psiege
der Gttokarn, in welcher Ottokar VI. 1 182 den
Setzern 5 Mark Silber angeschaft, und ober wel-
cher er 1191 die Geralden den Sekkauern geschenkt
hatte. 1233 war Iudenburg der Wittwefitz un-
serer Herzogin Iheooora, aus welchem sie den Sei«
zern jährlich eine Saume (l)el reichen ließ, wie
das 2?te Dipl. von Seiz Bürge ist. Die grossen
Freyheiten dieser Stadt von dem Kaiser Rudolph
1277 werde ich im 4ten Band, und die übrigen
Merkwürdigkeiten zu seiner Zeit anführen. 1711
ist die Stadt abgebrannt. Auser Iudenburg bei
l. Fohndorf salzb. Schloß werden kupferhaltige und
Arbeit, ^ w^ Hr. Rindermann schreibt, unbrauchbare
Foh»ftorf. Steinkohlen gefunden. Allein Hermann in seinen
Briefen 1. Thl. Bl. 49. ist Bürge, daß dieses
Steinkohlenfiäy der Fürst von schwarzenbcrg
1668 habe bearbeiten lassen, welches auch vor ei-
nigen Jahren wieder geschah. 1675 wurden die
bearbeitete Steinkohlen sowohl für die Eisenham-
mer,
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken