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dem Starken, bis an den Tod Ottok. VI . :c.
Sohn versprochen, und wurde indessen in dem
Nonnenkloster zu Aomont auferzogen; da nun
i i so ihr Gespons Hemrich der Nönig frühzeitig
gestorben, schickte der ^»sa eine Gesandschaft nach
Admont, um seine Schwester zurück nach Hun-
garn zu bringen, diese weigette mit Vermelden,
daß sie einen Bräutigam erwählet habe, der nie
sterben, und ihr nicht würde können geraubet wer-
den. Der König glaubte, seine Schwester würde
von den Mönchen geaffet, oder mit Gewalt zu-
rückbehalten , er schickte also eine neue und gewaff-
nete Gesandschaft, welche auch, wenn es nöthig
Ware, das Klosier mit Gewalt erbrechen sollte. Gode-
fried der Abt empfieng sie höfiichst, bath sie auszu-
rasten, und sagte des andern Tags wurde man zum
Werk schreiten; des andern Tages fragte der Abt
die Gesandte, ob sie Befehle hätten, die Braut auch
wenn sie nicht wollte, mitzufuhren; als sich diese
aber erklärten, daß sie nur die Braut selbst um
ihre Gesinnung befragen sollten, so wurde ihnen
Sophie mitten in der Kirche aufgesichret, sie machte
eine Anrede an die ftl. Jungfrau Maria und den
heil. Blasius so beweglich, daß alle in der Kirche
weineten; die Gesandte trugen ihr die kostbaresten
Kleider, Geld, Perlen und Geschmilck an , sie
nahm aber nichts an, beurlaubte sich bei den Ver-
sandten , gieng zur Klosterportm singenid:
nmrxii, öc omneni nlnaiuni sirculi
Die Gesqnhte beurlaubten sich, empfahlen sich
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Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken