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494 Viert. Kap. Kirchenbeg. von Leopold
zahlt von dem Eingang der Höhle bis Hieher 1540
Schritte. Man sieht hier unerhörte Wunder der
Natur: Steine mit mircnubaren Buchstaben, und
Figuren, eine sonderbare Gattung der Luft, die
den Schall der Stimme ganz verändert (0).
(u) Herdus bei Karl Maper ^it. f. 191 Kc.
VomP. §. 89. Im Jahre 1752 hat P. Franz mit
""^ p. Christian Rieger (als er auf höchsten Befehl
die tyrollische Bergwerke durchreiste), in seiner Rück»
reise nach Wien diesen Berg besuchet, und eine
weitere Reise in die andere Höhle dieses Berges
vorgenommen: Diese war groß und wunderbar;
von da aus mußte er nicht ohne Gefahr in eine klei-
nere hinabsteigen; er fand, daß dieser Ort schon
ehevor von einigen Landesfürsten mit groffer Mühe
sey durchforschet worden. Die Wände waren ganz
mit Schildern, unkennbareu Zeichen und Buchsta-
ben bezeichnet. An der rechten Seite fand er in
einer Höhle aufgezeichnet: Ku^ulpkuz t. Vux.
Es waren noch 3 Namen beigesetzt, die aber nicht
mehr konnten gelesen werden, und die Iahrzahl
is is . In einer kleinen Entfernung war aufge-
zeichnet: klicien^uz Dux ^uNrin 2lluit ui lio
1429 6ie Z. /umi. Das Wunderbareste in diesen
Berghöhlen ist die Menge der Gebeinen, welche die
Dracken - und Aiesenverehrer als Drücken - und
Ricsenbeiner ansehen, wie denn dieser Ort von
vielen Jahren her immer das Riesengrab genannt
wur»
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Volume 3
- Title
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Volume
- 3
- Author
- Aquilin Julius Caesar
- Publisher
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Location
- Graz
- Date
- 1786
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 34.9 x 62.9 cm
- Pages
- 544
- Categories
- Geschichte Chroniken