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Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
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Barbara Tiefenböck, Maria Teschler-Nicola342 Objekt: KH 1 Grab-Nr.: 57 (Tafel 37) Grabtyp: Körpergrab Geschlecht: männlich Archäolog. Geschlecht: männlich Sterbealter: 17–25 Cranium: tlw. erodiert Post cranium: tlw. erodiert Archäologische Bemerkung Grabung BDA, 1989. Linksseitige lockere Hockerbestattung mit vor dem Körper hochgewinkelten Armen. Pathologien und Besonderheiten Cranium: Der Schädel ist nur stark fragmentarisch erhalten. Zwei Knochenbruchstücke des Os parietale weisen eine po- röse Oberfläche und eine leicht verdickte Diploe auf, was auf eine porotische Hyperostose schließen lässt. Am linken Os zygomaticum, im Bereich des Foramen zygomatico fa- ciale, sind feinporöse Knochenauflagerungen zu erkennen. An der Lamina interna des Sulcus sinus sagittalis, oberhalb des Confluens sinuum, zeigen sich eine porös veränderte Oberfläche und kleine, netzartige Auflagerungen. Zähne und Alveolarbereich: Transversale Schmelzhy- poplasien sind in zwei Ausprägungsgraden nachweisbar (Grad I und II). Zahnstein findet sich in unterschiedlicher Stärke (Grad I–III). Kleine kariöse Defekte in der Größe eines Sesamkornes befinden sich bei Zahn 12 (distal) und bei Zahn 13 (mesial). An Zahn 17 findet sich eine flächige Fissu- renkaries. Bei zwei Zähnen, 38 und 48, ist ein Foramen cae- cum vorhanden. Zahn 12 und 22 sind als „Schaufelincisivus“ ausgebildet. Die Zähne weisen allgemein lange, stark nach distal gebogene Wurzeln auf (dies trifft besonders auf die Zähne 38 und 48 zu (siehe Tafel II/2.5). Post cranium: Im Bereich des rechten Collum scapulae findet sich eine längliche Impression (etwa 25  mm), entlang des supero-posterioren Randes der Cavitas glenoidalis sind Knochenneubildungen zu erkennen. Da sich an dieser Stelle die Gelenkskapsel und die Ligamenta glenohumeralia be- finden, kann von einer traumatisch bedingten Verletzung der Bänder ausgegangen werden (Ruptur bzw. Überstre- ckung). Es findet sich beidseits auch eine verstärkt ausge- prägte Tuberositas radii. Anmerkung Es sind insgesamt Fragmente von drei Scapulae vorhanden. Zusammenfassung Porotische Hyperostose; Verdacht auf traumatisch beding- te Ostitis bzw. Periostitis am linken Os zygomaticum; Hin- weis auf Hämorrhagien und perisinuösen Prozess, in remo- delliertem Zustand; transversale Schmelzhypoplasien, Zahnstein und Karies; mögliche Dislokation bzw. Subluxa- tion im rechten Schultergelenk; verstärkt ausgebildete Mus- kelansatzstellen für den Musculus biceps brachii. Fig. 39a: KH 57. Fig. 39b: Zahnschema KH 57.
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Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
Title
Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
Authors
Christine Neugebauer-Maresch
Eva Lenneis
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7001-7598-8
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
406
Keywords
Neolithic, LBK, cemetery, archaeology, prehistory, Kleinhadersdorf, Lower Austria, Neolithikum, Linearbandkeramik, Archäologie, Urgeschichte, Gräberfeld, Kleinhadersdorf, Niederösterreich
Categories
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