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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 397 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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397 Gemischtsprachig tischen Gemeinde im gemischtsprachigen Südkärnten. Klagenfurt 1960 ; G. F. Litschauer, W. Jambor : Österreichische Geschichte. Wien 1970 ; O. Bünker (Red.) : Die evangelische Kirche in Kärnten einst und heute. Klagenfurt 1981 ; O. Sakrausky : Geduldet und gleichberechtigt – 200 Jahre evangelische Pfarrgemeinde Bad Bleiberg. Bad Bleiberg 1983 ; O. Sakrausky : St.  Ruprecht am Moos – Die Geschichte einer evangelischen Pfarrgemeinde im Großraum Villach. St.  Ruprecht bei Villach 1986 ; F. M. Dolinar [e. a.] (Hg.) : Katholische Reform und Gegenreformation in Innerösterreich 1564–1628, Katoliška prenova in protireformacija v notranjeavstrijskih deželah 1564–1628. Klagenfurt [e. a.] 1994 ; A. Zalta : Protestantizem med koroškimi Slovenci. In : M. Kerševan (Hg.) : Protestantizem, slovenska identiteta in združujoča se Evropa. Ljubljana 2006 ; O. Luthar (Hg.) : The Land Between – A history of Slovenia, Frankfurt/Main 2008 ; F. M. Dolinar : Primus Truber und die slowenische Reformation im Rahmen des Kärntner Protestantismus. In : Glaubwürdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer, Kärnt- ner Landesausstellung Fresach 2011. Klagenfurt 2011 ; R. K. Höfer : Gegenreformatorische Maßnahmen in Kärnten 1590–1650. In : Glaub- würdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer, Kärntner Landesausstellung Fresach 2011. Klagenfurt 2011 ; P. G. Tropper : Re- katholisierungsmaßnahmen – Bedrängung – Transmigration In : Glaub- würdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer, Kärntner Landesausstellung Fresach 2011. Klagenfurt 2011 ; K. W. Schwarz : Vom Protestantenpatent (1861) zum Protestantengesetz (1961) : Die Evangelische Kirche in Österreich und der Staat In : Glaubwürdig blei- ben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer, Kärntner Landesausstel- lung Fresach 2011. Klagenfurt 2011. Reinhold Jannach Geheimprotestantismus (Kryptoprotestantismus), →  Protestantismus ; →  Agoritschach/Zagoriče. Gemischtsprachig, slowenisch – im Kärntner Kontext – dvojezično (eigentlich zweisprachig), im Deutschen im Kärntner Kontext vielfach elliptische Bezeichnung für slowenischsprachig, wobei »slowenisch« zum suggestiven Bedeutungsinhalt reduziert wird. Somit vielfach Syno- nym für slowenisch oder slowenischsprachig, wird ähnlich verwendet wie der (bisweilen auch suggestiv verwen- dete) Begriff zweisprachig (→  Zweisprachigkeit). Eine »gemischtsprachige Familie« ist im historischen Kontext in der Regel eine slowenische Familie, in der das Slowenische (bzw. ein slowenischer →  Soziolekt) gesprochen wird und wo deren Mitglieder durchaus Deutsch als →  Bildungssprache oder als →  Lingua franca beherrschen können (→  Umgangssprache), nie eine ethnisch deutschsprachige Familie mit Fremd- sprachenkenntnissen (vgl. dazu Anton →  Uran). Der Begriff »gemischtsprachiges Gebiet« wird synonym für →  Südkärnten/Južna Koroška verwendet, wobei im historischen Kontext das geschlossene slowenische Siedlungsgebiet gemeint wird und der Begriff somit ahistorisch ist.  Obschon der Begriff G. bereits in der Habsbur- germonarchie Verwendung findet, bleibt sein Bedeu- tungsinhalt im Lichte seines Bedeutungswandels zu hinterfragen. Historisch-ideologisch ist der Begriff G. so auch mit der →  Windischentheorie in Verbin- dung zu bringen, wonach die Slowenen in Südkärnten/ Južna Koroška kein reines Slowenisch sprächen, son- dern eine ohnehin bereits stark durch das Deutsche geprägte →  Mischsprache mit slowenischen Elemen- ten (→  »Windisch«). Sie seien somit bereits teilweise assimiliert (→  Assimilation) und – wenn sie auch man- gels (umfassender) deutscher Sprachkenntnisse noch nicht den vermeintlich erstrebenswerten Status von Kärntnern (sprich Deutschen) hätten – dann doch am besten Wege dorthin seien, wie eben das ideologische Konstrukt der →  Windischen nahelegt. Der so defi- nierte Begriff entspringt somit der Intentionalität einer psycholinguistischen Beeinflussung der Denkmuster im öffentlichen Raum. Der Begriff ist folglich, wenn er auch vielfach nicht bewusst ideologisiert verwendet werden mag und dies eher auf kognitive Dissonanzen zurückzuführen ist (vgl. →  Geschichtsschreibung und kognitive Dissonanzen, →  »Entethnisierung«), doch als nicht gänzlich unbelastet zu werten und ist im wissenschaftlichen Kontext bzw. außerhalb klar defi- nierter Grenzen im modernen Deutsch insbesondere auf Kärnten/Koroška bezogen nicht oder nur einge- schränkt verwendbar. Erst im jüngeren soziokulturellen Kontext kann der Begriff »gemischtsprachige Familie« eine klassische oder eine Patchwork-Familie bezeichnen – und das wäre eventuell eine mögliche korrektere Verwendung des Begriffs –, in der die beiden Elternteile oder Kin- der aus Vorehen oder vorhergehenden Beziehungen unterschiedlicher sprachlicher oder ethnischer Her- kunft sind und in der die jeweiligen Sprachen gleich- berechtigt praktiziert werden bzw. diese als emotional behaftete →  Muttersprachen der zweiten Generation zu werten sind. In diesem Kontext ist allerdings eben- falls der Begriff zwei- oder mehrsprachige Familie vorzu- ziehen (vgl. auch →  Terminologie, →  Zweisprachigs- keits-Ideologie). Lit.: Vgl. dazu etwa : G. Fischer : Das Slowenische in Kärnten, Bedin- gungen der sprachlichen Sozialisation, Eine Studie zur Sprachenpolitik. Wien, Sprache und Herrschaft, Zeitschrift für eine Sprachwis- senschaft als Gesellschaftswissenschaft, Reihe Monographien Nr. 1/1980. Bojan-Ilija Schnabl
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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