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Genossenschaftswesen
KS 27. 5. 1925
Hranilnica in posojilnica
Bilčovs, Mitgliedkarte 1910
Geschichte der Posojilnica
Celovec, Koroška kronika,
26. 7. 1946 P. Longerich : Himmler. Eine Biographie. München 2008 ; T. Snyder :
Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. München 2011, 173
ff.;
H. Burger : Der Generalplan Ost und die ›Bereinigung der Slowenen-
frage‹. In : V. Oman, K. Vouk : Denk Mal – Deportation !, hg. von der
Zveza slovenskih izseljencev, Verband slowenischer Ausgesiedel-
ter. Celovec 2012, 13–20 = www.slo.at/zso/wissenschaft_de_more.
php?id=P1772_0_36_0_C ; B. Entner : Wer war Klara aus Šentlipš/
St. Philippen ? Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer der NS-
Verfolgung. Ein Gedenkbuch. Klagenfurt/Celovec 2014.
Hannelore Burger
Genossenschaftswesen. Das G. bei den Slowenen
in Kärnten/Koroška reicht zurück in die → Tabor-
Bewegung, die unter den Kärntner Slowenen ein Pro-
blembewusstsein für wirtschaftliche Fragen weckte
und die erste Initiativen zur Gründung von Kreditge-
nossenschaften setzte. Josip → Vošnjak unterstützte
publizistisch im Koledarček Mohorjeve družbe KMD
[Kalender der Hermagoras-Bruderschaft] und später
in der Zeitung →
Mir diese Bemühungen. Sein Bruder
Michael war gemeinsam mit Anwalt Ivan Dečko die
treibende Kraft bei der Gründung der Zveza slovenskih
posojilnic v Celju [Verband slowenischer Kreditgenos-
senschaften in → Celje], die eine wesentliche Rolle
beim Auf- und Ausbau des slowenischen genossen-
schaftlichen Kreditwesens in Kärnten/Koroška spielte.
Ivan Dečko war es auch, der Andrej →
Einspieler
zur Herausgabe der Zeitung Mir bewegen konnte. Der Verband führte bei seinen Kärntner Mitgliedsgenos-
senschaften schon lange vor 1903 Revisionen durch,
war Geldzentrale und organisierte Intensivschulun-
gen von Genossenschaftsfunktionären. Die erste, noch
heute aktive ländliche Kreditgenossenschaft, ist die
am 5. September 1872 gegründete Posojilnica Št. Ja-
kobska v Rožu, die heute unter dem Namen Posojilnica
v Šentjakobu v Rožu/Kreditbank St. Jakob im Rosental
firmiert (vgl. Valentin → Janežič). Die Kreditgenos-
senschaften der ersten Gründungsphase fußten auf
dem Schulze-Delisch-System Vošnjak’scher Prägung.
Die Mitglieder konnten eine unbegrenzte Anzahl von
Geschäftsanteilen erwerben, die auch verzinst wurden,
hatten aber bei Vollversammlungen trotzdem nur eine
begrenzte Stimmenanzahl. Kreditnehmer mussten
Mitglieder sein, Einleger ihre Mitgliedschaft ausdrück-
lich erklären. In der zweiten Gründungsphase (nach
1900) orientierten sich die neuen Genossenschaften
nach dem Raiffeisensystem. Der Zweck der Kreditge-
nossenschaft war, »sich mit ihrem Gesellschaftskredite
Geldmittel zu verschaffen, Kredite zu gewähren und
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
- Subtitle
- Von den Anfängen bis 1942
- Volume
- 1: A – I
- Authors
- Katja Sturm-Schnabl
- Bojan-Ilija Schnabl
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79673-2
- Size
- 24.0 x 28.0 cm
- Pages
- 542
- Categories
- Geographie, Land und Leute
- Kunst und Kultur
Table of contents
- Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
- Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
- Geleitwort von Johannes Koder 9
- Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
- Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
- Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
- Verzeichnis der Siglen 40
- Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
- Editoriale Hinweise 51
- Lemmata Band 1 A – I 55