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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 439 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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439 »Gorotan«, Visokošolsko ferijalno društvo Moški pevski zbor Gorjanci, 1913 SPD Gorjanci Gorjanci, fb von Alois Prosekar, Valentin Moser und Josef Lam- pichler. Neben Auftritten vor heimischem Publikum gab es auch Auftritte in Glainach/Glinje, →  Ferlach/ Borovlje, Unterbergen/Podljubelj, St.  Johann/Šentjanž, Ludmannsdorf/Bilčovs, →  Keutschach/Hodiše. 1930 und 1934 gab es Tourneen in Slowenien, der Auftritt in →  Ljubljana wurde auch im Radio übertragen. Einen Höhepunkt der Kulturarbeit des Vereins stellte 1935 ein Treffen slowenischer Rosentaler Nachbarchöre aus Ludmannsdorf/Bilčovs, Radsberg/Radiše, Keutschach/ Hodiše, Ferlach/Borovlje und Köttmannsdorf/Kotmara vas sowie des Tamburizzachors aus Unterloibl/Podlju- belj beim Ille (Pri Ilnu) in Köttmannsdorf/Kotmara vas dar, bei dem einige Hundert Besucher verzeichnet wurden (→  Tamburizzamusik). Deutschnationale und/ oder deutschtümlerische Störenfriede störten die Ver- anstaltung mit »Heil Hitler«-Grüßen und warfen mit faulen Eiern, was schon damals vom Erstarken des Na- tionalsozialismus zeugte (→  Deutschtümler, →  Assi- milant, →  deutschnationale Vereine). Ab 1936 gab es erste Verbote slowenischer Veranstaltungen. Bald nach dem →  »Anschluss« verboten die na- zistischen Machthaber jegliche Vereinstätigkeit und beschlagnahmten das Vereinsvermögen. Zahlreiche Vereinsmitglieder wurden in der Folge in Lager de- portiert (→  Deportationen 1942), zu diesem Zwecke wurden sie als »volks- und staatsfeindlich« erklärt und ihr Vermögen eingezogen. Glücklicherweise konnten die meisten Köttmannsdorfer Deportierten im Juli und August 1945 zurückkehren. Besonders tragisch war aber das Schicksal von Janko Prosekar, dem Enkel von Matija Prosekar, der zuerst nach Hesselberg de- portiert worden war, von dort in die Wehrmacht einge- zogen wurde und dann in Polen den Tod fand. Nach der Befreiung 1945 wurde der Verein am 18. August 1946 unter dem Namen Slovensko prosvetno društvo Gorjanci [Slowenischer Kulturverein Gor- janci] gegründet und nahm seine Aktivitäten wieder auf. Zum Vorsitzenden wurde Egid Waschnig, vlg. Glažar aus Tschachoritsch/Čahorče, gewählt (er war mit seiner 6-köpfigen Familie in die Lager Hagenbü- chach, Eichstätt und Hesselberg deportiert worden). Er war auch bis zur Auflösung des Vereines 1938 der Vorsitzende der Gorjanci. Die Laienspielertätigkeit und der nunmehr gemischte Chorgesang wurden wieder aufgenommen. Der Neubeginn nach der Zeit, in der die Slowenen als Volk zum Tode verurteilt worden waren (→  »Gene- ralplan Ost«), in der die kulturellen Güter vernichtet, viele slowenische Bücher vor Ort verbrannt oder sonst wie vernichtet worden waren, gestaltete sich nicht pro- blemlos. Die Beziehungen innerhalb der Volksgruppe und zu den Nachbarn mussten erneuert oder neu auf- gebaut werden. Quellen : Koroški Slovenec. Lit.: Gorjanci pojo (Schallplatte), hg. Slovensko prosvetno društvo Gorjanci v Kotmari vasi. Kotmara vas 1983 ; Gorjanci pojo, (Audio- kasette), hg. Slovensko prosvetno društvo Gorjanci v Kotmari vasi. Kotmara vas 1983 ; 100 let SPD Gorjanci. Celovec 1985, 54 S.; 110 let SPD Gorjanci, hg. Slovensko prosvetno društvo Gorjanci v Kotmari vasi. Kotmara vas 1985, 23 S.; Kotmara vas, moj domači kraj (kopierte Broschüre, A4, 50 S), Hg. Slovensko prosvetno društvo Gorjanci, 2000 (Projekt mit Jugendlichen, präsentiert auf einer Ausstellung des Bundesgymnasiums für Slowenen – vergriffen) ; Janez Modrič : Pesmarica, hg. Slovensko prosvetno društvo Gorjanci v Kotmari vasi. Kotmara vas 2002, 138 S. Web : www.gorjanci.at (3. 8. 2012). Vinko Wieser »Gorotan« (Gesangsverein), vgl. Sachlemmata : →  Chorwesen, →  Korotan, →  Šmihel. Slovensko ka- toliško izobraževalno društvo za Šmihel in okolico [Slo- wenischer katholischer Bildungsverein für St.  Michael und Umgebung] →  Šmihel. Slovensko katoliško izobraže- valno društvo za Šmihel in okolico [Slowenischer katholi- scher Bildungsverein für St.  Michael und Umgebung] ; →  Schwabegg/Žvabek, Neuhaus/Suha und Leifling/ Libeliče : Kulturarbeit seit 1882. »Gorotan«, Visokošolsko ferijalno društvo [Hoch- schul-Ferialverein »Gorotan« (bzw. »Korotan«)], →  Klub koroških slovenskih akademikov na Dunaju
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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