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Geographie, Land und Leute
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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471 Gril, Pavel Pavel Gril, Primitz Familie Gril, vulgo Mentl/ Mentlnovi 1935. Mündliche Hinweise dankend von Max Gril (* 1941 Podlipa/ Unterlinden bei Haimburg/Vovbre) erhalten. Lit.: S. Rutar : Spomini na prosvetno delo v Žitari vasi. In : KK. Celo- vec 1959, 94–97 ; Praznujte z nami ! Feiern Sie mit uns ! 100 let/Jahre Posojilnica-Bank Železna Kapla/Bad Eisenkappel. Železna Kapla/Bad Eisenkappel Oktober 1998. Katja Sturm-Schnabl Gril, Pavel (* 19. Jänner 1890 Stari trg pri Slovenj Gradcu [Slovenj Gradec, hist. Štajerska, statistična re- gija Koroška], † 30. November 1963 in Šoštanj), Pries- ter, Pädagoge, Komponist, sozial tätiger Aktivist. G. wurde am 19. Jänner 1890 als Sohn des Unterneh- mers und Grundbesitzer Aleš Gril und dessen Frau Franziska in Stari trg pri Slovenj Gradcu in der Diö- zese →  Lavant/Lavantinska škofija geboren. Um 1900 übersiedelte die Familie nach Kärnten/Koroška, wo die Eltern (vgl. Franciska und Aleš →  Gril) den Men- tlhof in Unterlinden/Podlipa bei Haimburg/Vovbre kauften (vgl. Andrej →  Sturm, Srečko →  Puncer). G. besuchte das Gymnasium und das Priesterseminar in Klagenfurt/Celovec und wurde dort am 15. Juli 1914 zum Priester geweiht. Er wirkte von Juni 1915 bis Mai 1916 als Kaplan in St.  Jakob im R./Šentjakob v R. und von Mai 1916 an als Kaplan in St.  Michael ob Bleiburg/ Šmihel pri Pliberku. Er war danach als Leiter des slo- wenischen Studentenheimes, das dem damaligen slo- wenischen Gymnasium in →  Völkermarkt/Velikovec angeschlossen war, tätig (→  Schulwesen unter jugos- lawischer Verwaltung in der Zone A). Zusammen mit einigen Schülern flüchtete er im Oktober 1920 nach der →  Volksabstimmung nach Kranj (→  Vertreibung 1920). Im Oktober 1920 erwirkte er einen einjährigen Urlaub von der Diözese →  Gurk/Krška škofija, um die Präfektur des Koroški konvikt [Kärntner Konvikt] der Kärntner slowenischen Studenten in Kranj zu über- nehmen und als Seelsorger an der dortigen Stadtpfarr- kirche zu wirken. Dies wurde vom Gurker Ordinariat bewilligt (im ADG verlieren sich danach seine Spu- ren). Er bat um eine Stelle in der Diözese Maribor und war einige Zeit Präfekt im Seminar in Maribor. Da- nach ging er als Kaplan nach Šoštanj, und blieb es vom 1. Juni 1922 bis zum 1. Jänner 1927, als er dortselbst zum Pfarrer bestellt wurde und dies bis zu seiner Pen- sionierung am 1. November 1959 blieb. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er nach Kroatien vertrie- ben, von wo er nach Kriegsende von einer Delegation der Arbeiter Šoštanjs auf seine alte Stelle zurückgeholt wurde. G. war ein außerordentlich engagierter Pries- ter, er bemühte sich aber auch um die sozialen und kulturellen Anliegen der Bevölkerung, insbesondere der Arbeiterschaft (Bergbau). In der Nähe der Kirche erbaute er (mit finanzieller Unterstützung seiner El- tern) ein prächtiges Kulturhaus Kulturni dom Slomšek und organisierte selbst viele Kulturveranstaltungen. G. komponierte Kirchen- und Marienlieder, die z. T. zu →  Volksliedern wurden. An seinem Begräbnis am 2. Dezember 1963 nahmen 37 Priester teil. Aus Kärnten/ Koroška kamen im Namen der slowenischen Priester- schaft Dekan Kristo →  Srienc und der Kanonikus Aleš →  Zechner, der auch eine Grabrede hielt. Das soziale Engagement G.s würdigte insbesondere der Vorsitzende der Gewerkschaft von Šoštanj am offenen Grab ; dabei wies er besonders darauf hin, dass das jet- zige Gewerkschaftshaus das ehemals von G. erbaute
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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