Page - 502 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Hranilnica in posojilnica Marija na Zilji
Hranilnica in posojilnica Marija na Zilji [Spar- und
Darlehenskasse Maria Gail], gegründet 1903, → Maria
Gail/Marija na Zilji.
Hranilnica in posojilnica na Kostanjah [Spar- und
Darlehenskasse in Köstenberg] gegründet 1912, → Ko-
stanje. Katoliško slovensko izobraževalno društvo za Ko-
stanje in okolico [Katholischer slowenischer Bildungs-
verein für Köstenberg und Umgebung].
Hranilnica in posojilnica na Ziljski Bistrici [Spar-
und Darlehenskasse Feistritz a. d. Gail], gegründet
1891, →
Gailtal/Ziljska dolina.
Hranilnica in posojilnica Podravlje [Spar- und Dar-
lehenskasse Föderlach] in Föderlach/Podravlje, →
Vo-
spernik, Janez.
Hranilnica in posojilnica Šentjanž [Spar- und Dar-
lehenskassa St. Johann], → Šentjanž. Katoliško slo-
vensko izobraževalno društvo za Št. Janž in okolico [Ka-
tholischer slowenischer Bildungsverein für St. Johann
und Umgebung] ; → Krasnik, Matevž.
Hranilnica in posojilnica v Pliberku [Spar- und Dar-
lehenskasse in Bleiburg], gegründet 1908, → Bleiburg/
Pliberk ; →
Edinost Pliberk. Katoliško slovensko izobraže-
valno društvo Edinost v Pliberku [Katholischer slowe-
nischer Bildungsverein Edinost (Einheit) in Bleiburg].
Hranilnica in posojilnica v Št. Jurju na Zili [Spar-
und Darlehenskasse St. Georgen im Gailtal], gegrün-
det 1910, → Gailtal/Ziljska dolina.
Hranilnica in posojilnica za Djekše [Spar- und Dar-
lehenskasse für Diex], → Benetek, Anton.
Hranilnica in posojilnica za Štefan na Zili in oko-
lico [Spar- und Darlehenskasse für St. Stefan im Gail-
tal und Umgebung], gegründet 1895, → Gailtal/Ziljska
dolina.
Hranilnica in posojilnica za sv. Lenart in okolico
[Spar- und Darlehenskasse für St. Leonhard bei Sie-
benbrünn und Umgebung], gegründet 1892, → Gailtal/
Ziljska dolina.
Hranilnica in posojilnica Železna Kapla [Spar- und
Darlehenskasse → Eisenkappel], →
Gril, Anton. Hren, Tomaž (Hrön, Thomas, * 13. November 1560
Ljubljana, † 10. Jänner 1630 Gornji Grad), römisch-
katholischer Geistlicher, Bischof zu Ljubljana, Kunst-
mäzen.
H. wuchs in einer angesehenen, vermögenden evan-
gelischen Familie in Ljubljana auf. Sein Vater, ein
überzeugter Protestant, der sich am Grazer Hof für
die Rückkehr Primož → Trubars nach → Krain/
Kranjska einsetzte, war über mehrere Jahre Richter und
Bürgermeister von Ljubljana. H.s Abwendung vom
→ Protestantismus geht auf den Einfluss seines streng
katholischen Onkels mütterlicherseits, Gašper Žitnik,
zurück. Žitnik, der Professor an der Universität Wien
war, nahm den jungen H. zu sich. Ebenfalls durch
Žitniks Vermittlung kam H. 1573 zu den → Jesuiten
nach Graz, wo er eine umfassende humanistische Bil-
dung erhielt. Ursprünglich wollte H. in Padova (Padua)
Recht studieren, doch auf dem Weg von Wien nach
Padova erkrankte H. schwer und gelobte, bei Gene-
sung Geistlicher zu werden. So schrieb er sich 1586 in
das Studium der Theologie bei den Jesuiten in Graz
ein. 1588 wurde H. zum Priester geweiht und zum
Kanonikus an der Domkirche zu → Ljubljana bestellt,
nachdem die Stelle des Kanonikus seit der Vertrei-
bung Trubars 1547 vakant geblieben war. 1597 wurde
H. zum Bischof der Diözese Ljubljana ernannt. 1600
leitete er die → Gegenreformation in Krain/Kranjska
ein, die unter seinem Vorgänger Bischof Janez Tavčar
(um 1544–1597) nur zögerliche Anfänge gefunden
hatte. H. war als Leiter der Religions-Reformations-
Kommission die treibende Kraft der Gegenreformation
in der → Diözese Ljubljana mit ihren Besitzungen in
Krain/Kranjska, der Steiermark/Štajerska und Kärn-
ten/Koroška (Gebiet südlich der Drau/Drava). Als
Leiter dieser Kommission war er für die Vertreibung
evangelischer Geistlicher, Bücherverbrennungen und
die Zerstörung evangelischer Kirchen und Friedhöfe
verantwortlich. Von den Bücherverbrennungen waren
die slowenischen evangelischen Bibelübersetzungen
von Primož Trubar und Jurij → Dalmatin ausge-
nommen. H. holte die päpstliche Erlaubnis für den
Gebrauch der Dalmatinbibel zu Ausbildungszwecken
der römisch-katholischen Geistlichkeit ein. Es muss
H. zugutegehalten werden, dass er die unermessliche
Bedeutung der evangelischen Bibelübersetzung für die
Slowenen erkannt und die → Dalmatinbibel von den
Büchervernichtungen ausgenommen hat. Zusätzlich
förderte H. das römisch-katholische Schrifttum in
slowenischer Sprache, um der umfangreichen sloweni-
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
- Subtitle
- Von den Anfängen bis 1942
- Volume
- 1: A – I
- Authors
- Katja Sturm-Schnabl
- Bojan-Ilija Schnabl
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79673-2
- Size
- 24.0 x 28.0 cm
- Pages
- 542
- Categories
- Geographie, Land und Leute
- Kunst und Kultur
Table of contents
- Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
- Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
- Geleitwort von Johannes Koder 9
- Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
- Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
- Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
- Verzeichnis der Siglen 40
- Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
- Editoriale Hinweise 51
- Lemmata Band 1 A – I 55