Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Page - 504 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 504 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

Image of the Page - 504 -

Image of the Page - 504 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

Text of the Page - 504 -

504 Hubad, Franc Franc Hubad Im Mai 1944 arrangierte er in Wien die handschrift- liche Sammlung Pesmi [Lieder], allerdings konnte er sie nicht veröffentlichen. Nach dem Krieg war er in seiner Heimat verboten, so dass die Gedichte erst 1965 unter dem Titel Pesem naj zapojem [Lieder soll ich singen] in Buenos Aires herausgegeben wurden, wo eine dynami- sche slowenische politische Emigrantengruppe wirkte. In Slowenien gingen seine Gedichte erst in Druck, als das Land unabhängig und demokratisch geworden war. Werke : I. Hribovšek, T. Debeljak (Red. und Kommentar) : Pesen naj zapojem, Buenos Aires 1965 ; Zbrano delo. Ljubljana 2010. Lit.: ES ; OVSBL. – F. Pibernik : Poezija Ivana Hribovška. In : Ivan Hribovšek, Pesmi. Ljubljana 1990 ; F. Pibernik : Slovenski dunajski krog 1941–1945. Ljubljana 1991 ; F. Pibernik : Vrnitev iz tišina. In : Ivan Hribovšek : Himna večeru. Celje 1993, 73–266 ; F. Pibernik : Ivan Hribovšek. Ljubljana 2010. France Pibernik ; Üb.: Maja Francé Hubad, Franc (* 28. Jänner 1849 Skaručina [Šmarna gora, Vodice, Gorenjska], † 3. Dezember 1916 Ljubljana), Ethnograf, Schulmann. Nach der dritten Gymnasialklasse in →  Trieste/Trst/ Triest wechselt H. nach →  Ljubljana und absolvierte dort die restlichen Schulklassen. In Graz studierte er Klassische Philologie und Slawistik, wo ihn Gregor Krek für die Folkloristik begeisterte. Er wurde Leh- rer, später Direktor in Ptuj und Graz. Auf Wunsch des Wiener k. u. k. Kultusministeriums, in dem er seit 1891 als Referent wirkte, übernahm er die Leitung der Leh- rerbildungsanstalten in Ljubljana. 1901–1914 fungierte er als Landesschulaufseher und wurde für seine Ver- dienste auf dem Gebiet der Unterrichtsmethodik 1909 mit dem Ritterorden der Eisernen Krone ausgezeich- net. 1912 berief man ihn zum Hofrat, zwei Jahre darauf ging er in den Ruhestand. Im Zentrum von H.s Interessen standen die slawi- schen Völker, was sich in einer Vielzahl seiner ethno- grafischen Essays widerspiegelt. In seiner Abhandlung Črtice o starožitnostih slovanskih [Skizzen zu den slawi- schen Sitten] thematisiert er die Gastfreundschaft als besonderes Charakteristikum der Slawen, die ehemals im Strafprozessverfahren angewandte und Methode zur Fällung von Urteilen Božja sodba [Gottesurteil] so- wie die Dodole in Prporuše-Rituale bei Frühlingsbeginn (Regen- bzw. Fruchtbarkeitstänze, von jungen Frauen bzw. Männern durchgeführt). Zudem befasste er sich mit den verschiedenen Glaubensrichtungen in Bosnien und Herzegowina, mit Weihnachtsbräuchen bei den Serben, dem Verhaltenskodex bei Bestattungszeremo- nien, den Hochzeitsbräuchen bei den Bulgaren und mit Gebräuchen beim Hausbau. Für diverse Zeitschriften übertrug H. Volksmärchen aus unterschiedlichsten Kulturen bzw. Erzählungen darüber ins Slowenische, z. B. im →  Kres Eno leto med Indijanci [Ein Jahr unter Indianern]. In der Literatur- reihe →  Slovenske večernice erschien eine kürzere Ab- handlung Črtice iz francoskih bojev na Koroškem l. 1813 [Kurzgeschichten zu den französischen Kämpfen in Kärnten im Jahr 1813], in der H. die Rückeroberung von Kärnten/Koroška und die Befreiung aus der na- poleonischen Vorherrschaft (→  Illyrische Provinzen) beschrieb. Seine in der Zeitschrift Kres erschienene Abhandlung zum Hildebrandslied, dem ältesten ger- manischen Heldenepos, beweist, dass entsprechende motivische Pendants auch bei den Slawen (ebenso wie bei den Griechen, Persern, Iren, Russen und Serben) zum kulturellen Erbe zählen (1884). Seine Auseinan- dersetzung mit slawischen Adaptationen der Ödipus- saga Pravljica o Oedipu v slovanskej obleki [Die Ge- schichte von Ödipus in slawischer Gestaltung] (1881) veröffentlichte er ebenfalls im Kres. Später erschienen beide Studien in Jakob →  Skets Lesebuch für fünfte und sechste Klassen. Daneben verfasste er Biografien zu Rudolf von Habsburg und Franz Josef I. anlässlich des 40., 50. und 60. Jubiläums seiner Regentschaft. Ebenso publi- zierte H. Jugendliteratur (Pripovedke za mladino I–III [Erzählungen für die Jugend]) und war Ko-Autor der Čitanke za ljudske šole I–IV [Lesebücher für Volksschu- len I–IV] (1900–1906). Außerdem war er für die dritte (1893) und vierte (1908) erweiterte Ausgabe von An- ton →  Janežičs slowenisch-deutschem Wörterbuch verantwortlich. In der Literaturzeitschrift →  Ljubljan- ski zvon gab er ein positives Urteil zu Gregor →  Kreks erweiterter Ausgabe seiner Einleitung in die slavische Literaturgeschichte (1887) ab. Quellen/Web : NUK, www.dlib.si. Werke : Regenzauber bei den Südslaven. In : Globus 33 (1878), 139– 142 ; Črtice o starožitnostih slovanskih. In : Letopis matice slovenske (1879), 49–87 ; Pravljica o Oedipu v slovanskej obleki. In : Kres 1881, 277–279 ; Nemška pesen o Hildebrandu in njene sestre slovanske. In : Kres (1882), 630–638 ; Pripovedke za mladino 1–3. V Ptuji 1882, 1888, V Ljubljani 1890 ; Imentina knjiga. In : Ljubljanski zvon 7 (1887) 7 ; Črtice iz francoskih bojev na Koroškem. In : Slovenske večernice 46. V Ce- lovcu 1892, 90–101 ; F. Hubad : Pripovedka o Edipu v slovanski obleki. In : J. Sket (Hg. u. Rd.) : Slovenska čitanka za peti in šesti razred sred- njih šol. V Celovcu 1903, 107–110 ; Franc Jožef I., cesar avstrijski. V Ljubljani 1908. Lit.: SBL ; OVSBL. – K. Glaser : Zgodovina slovenskega slovstva 1.
back to the  book Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I"
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška