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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 506 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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506 Hutter, Janez gern ein gerader Strich, der sich später zu einem Häk- chen (č, ň, ř, š, ť, ž usw.) entwickelte. Diese Schreibung wurde von den Slowenen in den 1830er-Jahren in einer durch Ljudevit →  Gaj leicht modifizierten Form über- nommen. Diese Gajica genannte Schreibung ersetzte die Bohoričica, die seit der slowenischen Reformation benutzt wurde (→  Schrift). Lit./Web : BBKL. – F. M. Bartoš : Literarni činnost M. J. Husi. Praha 1948 ; J. Dachsel : Jan Hus, ein Bild seines Lebens und Wirkens. Berlin 1964 ; J. Schröpfer : Hussens Traktat »Orthographia Bohemica« – Die Herkunft des diakritischen Systems in der Schreibung slavischer Sprachen und die älteste zusammenhängende Beschreibung slavischer Laute. Wies- baden 1968 ; www.konstanzer-konzil.de/web/index.php/de/rueck- blick/personen/jan-hus ; www.konstanzer-konzil.de/web/index.php/ de/rueckblick/personen/jan-hus/42-rueckblick/verlauf/49. Reinhold Jannach Hutter, Janez (Ivan, Johann, Nepomuk, * 4. Mai 1852 Globasnitz/Globasnica, † 22. Mai 1932 St.  Peter/ Šentpeter bei St.  Jakob im Rosental/Šentjakob v Rožu), Religions- und Slowenischprofessor, Redakteur. H. lebte seit seinem achten Lebensjahr bei seinem Onkel Janez Hutter, Priester in Griffen/Grebinj. Nach der Volksschule in Griffen besuchte H. die La- teinische Schule des Gymnasiums in →  St.  Paul im Lavanttal (Šentpavel v Labotski dolini). Nach Ab- schluss der Oberstufe am Gymnasium in Klagenfurt/ Celovec trat H. 1872 ins →  Priesterseminar ein. Nach drei Studienjahren wurde H. 1875 von Bischof Valen- tin →  Wiery zum Priester geweiht. Als Kaplan war er in den Pfarren →  Tainach/Tinje sowie in der Pfarre Windisch St.  Michael (heute St.  Michael ob der Gurk)/ Slovenji Šmihel tätig. Im Herbst 1882 übernahm er von Andrej →  Einspieler den Posten des Religions- und Slowenischprofessors an der Bundesrealschule in Kla- genfurt/Celovec, den er 37 Jahre innehatte. Von 1885 bis 1896 war er Redakteur und Sekretär des Volksver- lags →  Mohorjeva, wo er sich vor allem als Lektor für Slowenisch einen Namen machte, gute Kontakte zu slo- wenischen Schriftstellern aufbaute und im alljährlichen →  Koledar Mohorjeve družbe in der Rubrik Družbin oglasnik (Vereins-Anzeigeblatt) immer wieder zur Mit- arbeit aufrief. In dieser Zeit verdoppelte die Mohorjeva ihre Mitgliederzahl von 35.000 auf 70.000. Auch in den folgenden Jahren war H. Mitglied des Ausschusses der Mohorjeva. Nach dem Zusammenbruch der Habs- burgermonarchie wurde H. 1919 als Religionsprofessor entlassen. Von November 1919 bis 1923 übernahm er nochmals die Redaktion der Mohorjeva und musste we- gen eines Beitrages im Koledar 1920 kurzzeitig sogar Kärnten/Koroška verlassen (→  Vertreibung 1920). Von 1924 bis zu seinem Tod war H. Priester bei den slowe- nischen →  Schulschwestern in St.  Peter/Šentpeter bei St.  Jakob im Rosental/Šentjakob v Rožu. Quellen : ADG. Werke : Spomin na dr. Jan. Ev. Kreka. In : KMD 1920 (Prevalje 1920) 71–76. Lit.: Profesor Ivan Hutter. In : Naši rajni duhovniki. Celovec 1968, 97–99 ; Janez Nep. Hutter. In : KS v. 25.5.1932, 1–2 ; Ivan Hutter. In : KMD 1933 (Celje 1932) 68. Hanzi Filipič Hutter, Jožko (Publizist, ethnopolitischer und Kultur- aktivist), →  Klub koroških slovenskih akademikov na Du- naju [Klub der Kärntner slowenischen Akademiker in Wien] ; →  Mladi Korotan [Das junge Korotan]. Hutter, Jurij, vlg. Podev (Bühnenmaler, Kulturaktivist), →  Globasnica, Slovensko izobraževalno društvo [Slowe- nischer Bildungsverein Globasnitz]. Huttner, D. (Sänger des Kulturvereins Gorotan aus St.  Michael/Šmihel, Kulturaktivist), →  Schwabegg/ Žvabek, Neuhaus/Suha und Leifling/Libeliče : Kultur- arbeit seit 1882 ; →  Šmihel. Slovensko katoliško izobraže- valno društvo za Šmihel in okolico [Slowenischer katho- lischer Bildungsverein für St.  Michael und Umgebung]. Identität, vgl. Sachlemmata : →  Identität, literarische ; →  Identität, territoriale ; →  Identitätsbewusstsein ; →  Muttersprache (sprachliche Identität) ; →  Name und Identität ; sowie →  Assimilant ; →  Deutschtümler ; →  Kryptoslowenen ; →  Windischen, die. Identität, literarische. Literatur trägt in besonde- rer Weise zur Herausbildung kultureller Identität bei. Sie spielt eine wesentliche Rolle in der Bildung und Erhaltung der Gemeinschaftsidentität von →  Min- derheiten. Den Autor betreffend ist Identität sowohl eine Frage der literarischen Konvention als auch der philosophischen Kategorie der personalen Identität. Die Konvention schreibt eine auktoriale Identität in der Gesellschaft und ihrer Kultur(en) vor und drängt dem kreativen Autor eine repräsentative Rolle auf. Die auktoriale Identität beinhaltet verschiedene Annahmen über den Autor (über die biografische Kontinuität der Person, die Quelle der Originalität und die Beziehung zu Texten), die von der Vorstellung der personalen
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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