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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 536 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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536 Inzko, Valentin sen. Valentin Inzko (sen.), Foto Vincenc Gotthardt der Bundeshandelsakademie und an der Handelsschule in Klagenfurt/Celovec seit 1964 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 1990 den Gegenstand »Slowenisch« unterrichtete. Sie war auch jahrelang Funktionärin im slowenischen →  Kulturverein →  Kočna in Suetschach/ Sveče, ebenso wie Vorsitzende der slowenischen »Ka- tholischen Frauenbewegung«. Mit großer Hingabe widmete sie sich ihrer Familie, der Erziehung der Kinder, dem Ehegatten Valentin – »Volti«, dem sie zeit seines Lebens eine starke Stütze sein wollte. I. ist eine sehr neugierige Person und besitzt beinahe über ein universelles Wissen, insbesondere im Bereich der slowenischen Sprache. Als reife Frau im fortgeschrittenen Alter, die Jahrzehnte ihren Mann, den Minderheitenpolitiker Valentin Inzko sen., be- gleitet hat, fragt sie sich auch heute noch, ob angesichts des geschehenen Unrechts noch jemand kommen wird, die Tränen der Volksgruppe zu trocknen. Für ihre Verdienste im pädagogisch-kulturellen Be- reich wurde I. von Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer im Jahre 2001 mit dem Professorentitel aus- gezeichnet. Werke : Prešeren in Koroška : (ob 120-letnici smrti). In : KMD (1969) 46–51 ; Lambert Ferčnik – ob 100-letnici smrti. In : KMD (1988) 114– 115 ; Utrinki iz mladosti dr. Janka Hornböcka. In : DiD 41, 3A (1990) 14 ; Dekan Štefan Singer – duhovnik in zgodovinar – ob 50-letnici smrti (1871–1945). In : KMD (1995) 83–84 ; Ob 100-letnici rojstva Franceta Goršeta. In : KMD (1997) 125–126 ; Zvesta srca : zgodbi iz Roža. Klagenfurt/Celovec [e. a.] 1999 ; Gornik in pisatelj Vojko Arko. In : KMD (2001) 115–116. Lit.: Profesorica Marija Inzko. In : DiD (2002) 14. Valentin Inzko Inzko, Valentin sen. (* 22. Jänner 1923 in Suetschach/ Sveče [Feistritz im Rosental/Bistrica v Rožu], † 6. No- vember 2002 in Klagenfurt/Celovec) österreichischer Slawist, Historiker, Pädagoge, Schulinspektor und Pu- blizist sowie Minderheitenpolitiker und -vertreter. I. war der Sohn des Gendarmeriebeamten Valentin Inzko und der Lehrerin Maria, geborene Einspie- ler, sowie der Vater des Diplomaten Valentin Inzko, verheiratet mit Marija →  Inzko, geb. Ziherl. I. ab- solvierte das Slawistik- und Geschichtestudium an der Karl-Franzens-Universität Graz und promovierte zum Doktor der Philosophie 1948. Die Dissertation schrieb er über Andrej →  Einspieler, den »Vater der Kärnt- ner Slowenen«. I. war Professor an mehreren Gymna- sien, ab 1951 an der Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt/ Celovec. 1963 bis 1988 war I. Fachinspektor für den Slowenischunterricht an höheren und mittleren Schu- len in Kärnten/Koroška, 1983 bis 1988 auch Leiter der »Minderheitenschulabteilung beim Landesschulrat für Kärnten«. I. wirkte prägend in slowenischen Organisationen : 1949 war er Mitbegründer des Rates der Kärntner Slo- wenen, von 1952 bis 1958 dessen Sekretär, von 1960 bis 1968 dessen Obmann ; von 1958 bis 1959 Sekretär der Krščanska kulturna zveza [Christlicher Kulturverband] ; er war langjähriger Obmann des slowenischen →  Kul- turvereins →  Kočna, gründete das Gesangsquintett Slavček, war von 1958 bis 1992 Vorstandsmitglied und ab 1994 Vorsitzender des Ehrenbeirats der Hermago- ras-Bruderschaft (→  Mohorjeva). I. wurde aufgrund einer Klage des Kärntner Heimatdienstes (→  deutsch- nationale Vereine) am 5. Februar 1968 zu einer Geld- strafe bzw. einer Woche Arrest verurteilt. Er initiierte als Vorsitzender des Rates der Kärntner Slowenen 1965 bei den Landtagswahlen die eigenständige Kandidatur der Volksgruppe als »Wahlgemeinschaft«, die 4.272 Stimmen erhielt. Er vertrat slowenische Katholiken bei der Kärntner Diözesansynode 1970–72 und war maß- geblich an der Entstehung des historischen Synodalen Dokuments über das Zusammenleben von Slowenen und Deutschen in der Kirche Kärntens beteiligt. I. war gemeinsam mit Ernst Waldstein Vorsitzender des deutsch-slowenischen Koordinationsausschusses der Diözese →  Gurk/Krška škofija und seit 1974 gemein- sam mit ihm Initiator und Herausgeber der umfang- reichen, elfbändigen Reihe »Das gemeinsame Kärnten – Skupna Koroška«. Als Minderheitenvertreter nahm er auch an der Österreichsynode teil. I. war auch lang- jähriger Vorsitzender des Pfarrgemeinderates in Suet- schach/Sveče. 1995 war I. der erste Redner der slowe- nischen Volksgruppe bei der Feier zum 10. Oktober seit der →  Volksabstimmung 1920. Als Sprecher der slo- wenischen Katholiken vertrat er die Kirche Kärntens in der von Bundeskanzler Kreisky einberufenen Ortsta- felkommission, war außerdem Vertreter der Kirche im vom Bundeskanzler eingesetzten Volksgruppenbeirat sowie auch Vorstandsmitglied der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen. Jahrzehntelange schrieb I. ehrenamtlich Hunderte Leitartikel in zahlreichen Publikationen wie Furche (er war auch Mitglied des Furche-Beirats), ORF, Prä- sent (Volksbote), Presse, dem Kirchenblatt Nedelja, Vera in Dom, Celovški Zvon, der Wochenzeitung Naš Ted- nik, die er jahrelang auch redigierte oder der Kleinen Zeitung, etc. Sein Credo war das »Gemeinsame Kärn-
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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