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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 538 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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538 Isak, I. Aleksandr Vasil’evič Isačenko Pariser Zeitschrift Revue des Études slaves auszugsweise veröffentlicht wurde. Nach der Promotion verbrachte I. ein Jahr in Paris bei den Sprachwissenschaftern Meil- let und Vendryés und dem Slawisten Vaillant. Von 1935 (er heiratet Elena, die Tochter Trubetzkoys) bis 1938 war er Lektor für Russisch an der Universität Wien. 1939 habilitierte er sich bei →  Ramovš an der Universität Ljubljana mit einer strukturalistischen, me- thodologisch neuen Monografie über den Dialekt von Zell im Rosental/Sele na Rožu (→  Dialektgruppe). Im gleichen Jahr erschien sein Buch über den sloweni- schen Vers (Slovenski verz). Von 1940 bis 1945 arbei- tete I. als Privatdozent an der Handelsschule in Bratis- lava, bis 1949 als a.  o. Professor für russische Sprache an der Universität, bis 1955 als Leiter der Lehrkanzel für Slawische Philologie. 1943 erscheint sein Buch über die →  Freisinger Denkmäler (Jazyk a pôvod Frizins- kých pamiatok) in slowakischer Sprache. Von 1955 bis 1960 unterrichtet I. an der Pädagogischen Hochschule Olomouc (Olmütz). Von 1960 bis 1965 begründet und leitet er die »Arbeitsstelle für Strukturelle Grammatik« der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Ber- lin, von 1965 bis 1968 ist er Leiter der sprachwissen- schaftlichen Abteilung des Instituts für Sprachen und Literaturen der Čechoslovakischen Akademie der Wis- senschaften in Prag, von 1968 bis 1970 Gastprofessor für slawische Sprachen an der University of California in Los Angeles, von 1971 bis 1978 o. Professor für »all- gemeine und angewandte Sprachwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der slawi- schen Sprachen« in Klagenfurt/Celovec. 1972 ist er gemeinsam mit O. Kronsteiner Mitglied der Orts- tafelkommission der Österreichischen Bundesregie- rung. 1973 begründet er die Klagenfurter Linguistischen Wochen, 1974 wird er korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Auf seine Initiative geht die Gründung der Zeitschrift Rus- sian Linguistics zurück. I. hat in vielen, besonders russistischen Bereichen Bahnbrechendes geleistet (Die russische Sprache der Ge- genwart, Halle/Saale 1962 ; Mythen und Tatsachen über die Entstehung der russischen Literatursprache, Wien 1975 ; Geschichte der russischen Sprache 2 Bände, Heidel- berg 1980/1983). Großes Aufsehen erregte seine Schrift »Wenn Ende des 15. Jahrhunderts Novgorod über Moskau den Sieg errungen hätte  …Über eine nicht stattgefundene Variante der Geschichte der russischen Sprache« auf dem Internationalen Slawistenkongress in Warschau (1973). In slowenistischen Bereichen hat I. neben den dialek- tologischen Arbeiten den Reisebericht des Sigismund von →  Herberstein aus dem 16. Jh. erstmals als wichtige Quelle für die russische Sprachgeschichte he- rangezogen (Herbersteiniana I und II). In seinen »Frei- singer Denkmälern« geht er von der damals allgemein verbreiteten, noch heute literaturüblichen Ansicht aus, sie gingen auf westslawische (slowakisch-tschechische) und »althochdeutsche« Ursprünge und die Tätigkeit Kyrills und Methods im »Großmährischen Reich« (→  Methodvita) zurück. I. hat diese Ansicht von sei- nem »Schüler« O. Kronsteiner postum zugunsten des vormethodianischen →  altslowenischen (→  karan- tanerslowenischen) Ursprungs widerrufen lassen. Werke : Die Dialekte des Jauntales in Kärnten. Wien 1933 (Diss.) ; Les parlers slovènes du Podjunje en Carinthie. In : Revue des Études slaves 15 (1935) 53–63 und 16 (1936) 38–55 ; Bericht über kärntner-slowenische Dialektaufnahmen anlässlich einer Kundfahrt im Sommer 1937. In : Anzeiger der Akademie der Wissenschaften in Wien. Phil.-hist. Klasse 75 (1938) 1–10 ; Vidovinka : kroatische Gesänge aus dem Burgenland (Übersetzung und Nachwort). Graz 1938 ; Narečje vasi Sele na Rožu. (Habil.) Ljubljana 1939 (Razprave Znanstvenega društva v Ljubljani 16, Filološko-lingvistični odsek 4) ; Slovenski verz. Ljubljana 1939, Neuauflage 1975 ; Jazyk a pȏvod Frizinských pamiatok. Bratislava 1943 ; Windisch keine Mischsprache sondern slowenische Mundart, Got- scheer Mundart ebenso deutsch, wie die elsässische. In : Kärntner Tageszei- tung (KTZ), Nr. 245 vom 25. 10. 1972, S. 3 ; Esli by v konce XV veka Novgorod oderžal pobedu nad Moskvoj  … In : Wiener Slavistisches Jahr- buch 18 (1973) 48–55. (Nachdruck im Vestnik Rossijskoj Akademii Nauk 1998/11. Übersetzung von O. Kronsteiner : Wenn Ende des 15. Jahrhunderts Novgorod über Moskau den Sieg errungen hätte… In : Die Slawischen Sprachen 13 (1987) 35–43 ; Opera selecta. München 1976 (Forum Slavicum Bd. 45) ; Eine Kindheit zwischen St.  Petersburg und Klagenfurt. Aus dem Russischen übersetzt, bearbeitet und ergänzt von (seiner Tochter) Warwara Kühnelt-Leddihn. Klagenfurt/Celo- vec, Ljubljana, Wien 2003 Lit.: O. Kronsteiner : Die slawischen Denkmäler von Freising. Der Text. Studienausgabe. Klagenfurt 1979 (Klagenfurter Beiträge zur Sprachwissenschaft. Slawistische Reihe 1) ; O. Kronsteiner : Zur Slo- wenizität der Freisinger Denkmäler und der alpenslawischen Orts- und Personennamen. In : Die Slawischen Sprachen 21 (1990) 105–114 ; K. Sturm-Schnabl : Die Slowenistik an der Universität Wien als europäi- scher Beitrag. Salzburger Slawistengespräche 20–23 November 1997. Die Funktion der Slawistik im europäischen Bildungswesen. Eine alternative Geschichte und Prognose. In : Die slawischen Sprachen 55 (1997) 95–114, sowie in : Trans 3 (1998) Internet : www.inst.at/ trans/3Nr/sturm.htm (25.12.2008) ; H.-D. Pohl : Zur Erinnerung an Alexander Issatschenko. In : Kärntner Jahrbuch für Politik. Klagenfurt 2003, 249–253 und im Internet : Programm des Issatschenko-Memo- rials 2010 in Bayern (veranstaltet von O. Kronsteiner). Otto Kronsteiner Isak, I. (Beamter, Vereinsvorstandsmitglied, Kulturak- tivist), →  Lipa, Katoliško izobraževalno društvo [Katho- lischer Bildungsverein Lipa (Linde)].
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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