Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Volume 5
Page - 182 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 182 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Volume 5

Image of the Page - 182 -

Image of the Page - 182 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Volume 5

Text of the Page - 182 -

182 er Siebenbürgen und wanderte in die Welt hinans, um seinen neuen Glanben zu verbreiten. Als ungarischer Schriftsteller, dessen Sprache noch hente musterhaft ist, als einer der größten ungarischen Redner führte er die uugarische Sprache uud Literatur, die Macht der Rede, die Kraft der Wissenschaft, alle Mittel, denen die Reformation zum großen Theile ihre Erfolge zu verdanken hatte, ins Treffen gegen dieselbe. Seine Bestrebnngen wurden, namentlich in den aristokratischen Kreisen, von einem überraschenden Erfolge gekrönt. Unter seiner unmittelbaren Einwirkung, iufolge seiner Propaganda kehrten die Nachkommen eben jener Familien, welchen die Reformation das Meiste zu verdanken hatte, uach einander in den Schoß der katholischen Kirche zurück. Sigmnnd Forgach, Palatin im Jahre 1618, den sein Bruder, der Cardinal, vorher vergeblich zu bekehre» trachtete, Georg Drugeth von Homonna, Oberster Landesrichter duriae) in den Jahren 1618 bis 1622, Georg Zrinyi, Banns von Kroatien (1622 bis 1626), Enkel Namensunterschrift Peter Pazmänys. des Helden von Szigetvar, wurden dnrch seinen Eiufluß Katholiken. Dem Beispiele der Herren pflegten zu dieser Zeit in der Regel die Unterthanen nachzufolgen. Schon die Reformation hatte bei ihrem Auftreten das Princip auf ihre Fahne geschrieben: ,Luius re^iv eius reli^io" („Wessen Brot, dessen Gott"). Der katholische Grundherr entzog daher auch dem protestantischen Prediger die Kirche und überließ sie dem katholischen Priester. Der Unterthan erhielt auf einmal einen anderen Seelsorger und befand sich in den häufigsten Fällen plötzlich im Schoße der katholischen Kirche, sowie er einst zur Zeit der Verbreitung der Reformation plötzlich znm Protestantismus gehört hatte. Ferdinand, bisher Herzog von Steiermark, der im Jahre 1618 dem kinderlosen Matthias aus dem ungarischen Throne nachfolgte, war gerade der geeigneteste Mann zur Unterstützung dieser Bestrebungen. Auf die Verbreitung der katholischen Religion bedacht, war er stets bereit, Alles mit dem ganzen Gewichte seiner Macht zu fördern und zu schützen, was zur Erreichung dieses Ziels dienen konnte. Auf dem Fürstenthron Siebenbürgens saß um diese Zeit (1618) seit fünf Jahren — nach dem kraftlosen Greise Sigmnnd Räköezy (1607 bis 1608) und nach dem leiden^ schaftlicheu Jüngling Gabriel Bäthory — Gabriel Bethlen von Jktär, den die Pforte schon vor Boeskay zum Fürsten ausersehen hatte, der aber bereitwillig vor Boeskay
back to the  book Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Volume 5"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Volume 5
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Übersichtsband, Ungarn (1)
Volume
5
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1888
Language
German
License
PD
Size
16.41 x 22.5 cm
Pages
532
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild