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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10
Page - 305 -
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Page - 305 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10

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30-') begriffene österreichische Staatswesen erst zu einer gewissen Abrnndnng und Festigung gelangen, ehe es in handelspolitischer Beziehung zur See bestimmte Ziele verfolgen konnte, so erwuchs doch der Handelsthätigkeit Triests in dem Schutz der gewählten Oberherren ein mächtiger förderlicher Factor, da Kaiser Friedrich III. einen Straßenzwang anordnete uud den Venetianeru gegenüber aufrechtzuerhalten wußte, demzufolge sämmtliche aus Jnner- österreich nach Italien gehende Waaren, sowie jene, die aus Krain, den Karstgegenden und anderen österreichischen Binnenländern zur Ausfuhr gelangen sollten, unmittelbar Trieft berühren mußten. Kaiser Friedrichs Verordnung bestätigte Kaiser Maximilian I., der auch den Waareuzug aus Uugaru zwangsweise über Pettan nach Triest leitete und die Kraiuer verpflichtete, die Triester Getreidemärkte zu beschicken und das Getreide dort um zwei Soldi billiger als anderswo zu verkaufen. Auch sonst bezeugen alle Anordnungen, die von den Ahnen Karls VI. im Interesse des Handels und der Schiffahrt Triests erlassen wurden, das volle Verständniß, welches die österreichischen Herrscher dem Seeverkehr entgegenbrachten. Die Entdeckung Amerikas brachte eine wesentliche Änderung nicht nur im Seewesen überhaupt, sondern insbesondere auch in der eommerciellen Machtstellung Venedigs mit sich. Jetzt entwickelte sich die Küstenfahrt zur weiten Fahrt. Allerorten machte sich die Vervoll- kommnung der Technik und der nautischeil Kunde geltend. Neben Venedig traten gewaltige Rivalen in der Beherrschung des Handels auf. Auch die Macht des Hauses Habsburg stieg zu gleicher Zeit durch die dynastischen Beziehungen zu Spanien und Italien weit über den bisherigen Rahmen nnd die Blicke der Habsburgischen Fürsten lenkten sich aufmerksamer der See zu, deren Bedeutung seit der Entdeckung der neuen Welt überall gestiegen war. Seither war das Streben der österreichischen Politik auf die Beseitigung der venetianischen Präponderanz gerichtet. Zähe war der Widerstand, dem man dabei Küstenland und Dalmatien. 20 Alte Galeere.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Volume 10
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Das Küstenland
Volume
10
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1891
Language
German
License
PD
Size
15.63 x 22.44 cm
Pages
390
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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