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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10
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340 gefangeil. Auch Angelvorrichtnugeu sind für den Tintenfischfang im Gebrauch, wie die sogenannte uud »Lustuvi^a«, das sind an einer Leine festgebundene kurze Stäbe, die an einem Ende einen Kranz spitzer Angelhaken tragen, während am anderen Ende Köder oder die Nachahmung des Tintenfisches aus Holz oder Kaninchenfell angebracht ist. Die Tintenfische bleiben, indem sie auf das Stäbchen losschießen und es mit ihren Armen umklammern, an den Angelhaken hängen. Ähnlich ist die Angelvor- richtung .ki-kmeurslla«, doch wird bei derselben eine angellose Lockschnur gebraucht, um den den Köder ergreifenden Tintenfisch langsam an die Oberfläche zu ziehen und ihn dann niit scharfen Angelhaken, die an einem Stock befestigt sind, anzuspießen. Auch in die Fischreusen gehen die verschiedenen Kopffüßler gern. Die gefangenen Tintenfische, Calmars und Sprutteu werden nur frisch auf den Markt gebracht, wo man der „Sepia" die Schnlpe herausnimmt, die in den Handel kommt. Der Tintenbeutel wird hier nicht eingesammelt. Ein Korb mit solchen ausgeschulpteu Tintenfischen wie man ihn öfters auf dem Markt zn sehen bekommt, hat indeß kein appetitliches Aussehen, da die Thiere von der ausgetretenen Tinte besudelt sind. Die Meerschneckenarten sind nicht von besonderem Belang und wenig gesucht. Viel wichtiger ist die Fischerei der Muschelthiere, besonders der Auster und Miesmuschel. Beide Muscheln werden von den Fischern in den Häfen, ruhigen Buchten, wo sie sich au jeden Gegenstand, besonders gerne an Holzpsähle, auch an Steine ?c. festsetzen, mittelst eines Handscharrnetzes abgelöst und in Körben zu Markt gebracht. Die Auster wird auch gezüchtet, uud zwar nach der alten römischen Methode au Pfählen. Es sind diese Pfähle junge Eichenbäume, bereu Wurzeleude zugespitzt uud deren Nebenäste abgeschnitten wurden. In weiten Abständen werden diese Bäumchen in tieferem Wasser so in den Schlamm- oder Sandgrund eingerammt, daß sie gänzlich uuter Wasser stehen. Die schwimmende Ansternbrnt des Frühjahrs setzt sich an denselben fest und wächst dort aus. In zwei bis drei Jahren können marktfähige Austern abgelöst werden. Die Fischer in Zaule bei Muggia, wo diese Austernzucht besonders betrieben wird, fahren mit kleineu flachbodigeu Barken, deren Rudergabeln auf eiuem Querbalken außerhalb des Bootsraudes stehen, die .^oppvli" genannt werden, nach den Stellen, wo sie ihre Austernpfähle anf dem Grunde wissen, und ziehen mit eigenartigen eisernen Zangen (l'anktAlie genannt), die Pfähle ins Boot, sowohl um die Austern abzulösen, als auch um sie von Algen und Seethieren zu reiuigeu und hieraus wieder iu deu Grund zu stoßeu. Jeder Fischer in Zaule hat seinen ganz streng abgegrenzten Antheil am Meeres- grund, wo kein anderer Pfähle setzen darf. Die Pfahlausterzucht liefert zwar gute Austern, hat aber den großen Nachtheil, daß die nicht billigen Pfähle durch den Bohrwurm rasch zerstört werden, so daß sie nach drei bis vier Jahren bei der Hebung mit der Zange
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Volume 10
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Das Küstenland
Volume
10
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1891
Language
German
License
PD
Size
15.63 x 22.44 cm
Pages
390
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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