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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10
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Salinenconsortinm gehörigen chemischen Fabrik Bittersalz, Glaubersalz und Chlorkalinm ausgeschieden. Die sodann noch erübrigende broin- und jodhaltige Flüssigkeit wird erwärmt und iu einer daselbst bestehenden Badeanstalt zu heilkräftigen Bädern verwendet. Das gewonnene Salz wird vom Staat bis zu einein jährlich festgesetzten Qnantmu eingelöst, welches im Jahre 1830 im Ganzen 285.000 Metercentner weißes und 51.000 Metereentner graues Salz betrug nnd dessen Gesammtwerth zu Monopolspreisen 2,860.000 Guldeu erreichte. Hiervon werden jährlich etwa 5.000 Metercentner als Fabrikssalz dargestellt, welches an Bezugsberechtigte zu Begünftignngspreisen verkauft wird. Die Saliueu von Capodistria bedecken 255, jene von Pirano 628 Hektar. Die Zahl der Krystallisations- beete (caveckim) betrügt an ersterem Orte 3.724, in Pirano 7.034 Beete, der Stand der Arbeiterschaft im Ganzen 4.500 Köpfe. Salz, welches über die Limitation hiuaus erzeugt wird, war nach Gesetzen aus der veuetianischen Zeit in die See zu werfen. Gegen- wärtig ist der Export desselben gestattet, und es geht auch hier uud da eiue Schiffsladung davon ins Ausland (Holland, Algier, Ostindien). Doch begünstigen die Handelsconjnnctnren und Frachtsätze diese Ausfuhr nicht besonders; dagegen bezieht Bosnien jährlich eine bestimmte Menge weißes Salz aus Pirano. Urkunden über die Salinen von Capodistria und Pirauo sind uns erst aus dem XIII. Jahrhundert erhalten, doch weisen sie auf einen weit älteren Bestand hin. Nachdem Capodistria (1279) und Pirano (1283) sich Venedig ergeben hatten, erkannte die Republik alsbald die hohe Bedeutung dieses Stapelartikels und förderte seinen Absatz durch ihre weitverzweigten Schiffahrts- uud Haudelsverbiuduugeu. Deu kräftigsten Aufschwung nahmen indeß die Salinen von Pirano und Capodistria erst mit der Einverleibung der betreffendeil Laudestheile iu Osterreich, wodurch sie mit ihrem natürlichen Hinterlande verbunden nnd die Schranken beseitigt wurden, welche sie von diesem großen Absatzgebiete schieden. Gegenwärtig wird die fortdauernde Blüte der Salzgewinnung in den istrifchen Salinen nur mehr durch ungewöhnliche Springfluten oder sehr regenreiche Sommer geschädigt. Jstrien besitzt nnr einen einzigen, aber großartigen Bergbau, das im Besitz der Trifailer Kohlenwerksgesellschaft befindliche Braunkohlenbergwerk Carpano-Vines im Bezirk Albona. Die kohleusühreudeu Schichten gehören dem unteren Eocän an, sind im Kreidekalk muldenförmig eiugefchlofseu oder diesem als Überreste solcher Thalmulden aufgelagert. Dieser Schichteucvmplex erreicht bis zu 113 Meter Mächtigkeit und enthält zahlreiche kleine, durch Bäuder vou Cerithienkalk geschiedene Flötze. Nnr die untersten derselben, deren Mächtigkeit von 0'4 bis 3, durchschnittlich 0 9 Meter beträgt, sind abbau- würdig. Das Liegende besteht aus Kreidekalk, das Hängende aus Nummuliteukalk, Sandstein und Mergelschiefer. Diese vorzügliche Kohle ist pechschwarz, mit schwarzbrannem
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Volume 10
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Das Küstenland
Volume
10
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1891
Language
German
License
PD
Size
15.63 x 22.44 cm
Pages
390
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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