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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Volume 13
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Page - 542 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Volume 13

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542 jene geringe Menge von Regen- oder Schneeschmelzwasser angewiesen sind, welche in künstlich hergestellten Cisternen oder Tränkmnlden von den nmliegenden Höhen ange- sammelt, oft genug aber vorzeitig erschöpft oder durch überlanges Stehen schlecht und ungesund wird. — Das Land Vorarlberg gehört mit Ausnahme der Hochthälchen von Mittelberg und Thannberg, dann der Thalgegend bei Hochkrummbach uud Wörth durch den Rhein dem Wasserbereiche der Nordsee an. Vorarlberg besitzt nur an seiner nordwestlichen Grenze ebenes Terrain sowie niedriges Hügelland von einiger Ausdehnung. Der Rest des Landes ist aus höheren Gebirgen mit dazwischen liegenden, meist ziemlich engen Thalfnrchen zusammengesetzt, so daß Vorarlberg im Ganzen ein kaum weniger ausgeprägtes Gebirgs- uud Alpenland darstellt als Tirol. Vorarlberg zerfällt in zwei natürliche und wirthschaftliche Regionen, in das Thal- gebiet oder das Gebiet der Ebene nebst den daran grenzenden Hügeln und niedrigeren Vorbergen, vom Niveau des Bodensees (380 Meter) bis zur Höhenschicht von 650 Meter über dem Meere, und in das Berggebiet, das ist alles höher gelegene Land. Bis zur Höhe von 650 Meter reicht das Gedeihen der Maispflanze, des Weinstocks und der feineren Obstgattungen, das heißt, es herrscht im vorarlbergfchen Flach- und Hügelland ein auch für anspruchsvollere Culturgewächse genügend mildes Klima, in welchem alle Arten von Getreide und Futterpflanzen mit sicherem Erfolge angebaut werden können. Thatsächlich wird auf den Ackerfeldern dieser Region, welche 41 Quadratkilometer oder 15 Procent der gesummten Landesoberfläche ausmacht, von der ebenso dichten als emsigen Einwohner- schaft eine ziemlich mannigfaltige und ergiebige Pflanzenproduktion betrieben. Im Berggebiete, wo das Bearbeiten der Felder schon aus Gründen der Terrain- beschaffenheit mühsam und kostspielig wird, was mit dem durch die minder günstigen klimatischen Zustünde verringerten Natnralertrage in keinem Verhältniß stünde, tritt der Feldbau sehr zurück und verschwindet in einer Meereshöhe von 800 oder 850 Meter beinahe gänzlich, um noch innerhalb der dauernd besiedelten Region, die nur an wenigen Punkten die Höhengrenze von 1.200 Meter überschreitet, in die reine Wiesen- und Weide- wirthschaft überzugehen. Immerhin zeichnet sich auch das Thalgebiet durch seinen Reichthum an Grasland aus, so daß die Futterproduction, beziehungsweise die Viehzucht allenthalben im Lande als die wichtigsten und einträglichsten Erwerbszweige erscheinen. Dies zeigt sich zunächst im Ausmaße und in der Gliederung des dem Futterwachsthum überlassenen produktiven, sodann in der Vertheilnng und näheren Zusammensetzung des land- und forstwirthschaftlich benützten Bodens. Von der 260 Quadratkilometer betragenden Gesammtarea Vorarlbergs sind 88'/4 Procent produktiv, 1 1 ^ Proceut uuproductiv; vom productiveu Boden stehen
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Volume 13
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Tirol und Vorarlberg
Volume
13
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1893
Language
German
License
PD
Size
16.12 x 23.1 cm
Pages
624
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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