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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
Page - 125 -
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125 sich ein viereckiger Thurm, dessen Wände mit Lisenen gegliedert sind und in dem sich unten das Thor öffnet. Im XIII. Jahrhundert, wahrscheinlich in dessen viertem Jahrzehnt, vor dem Tatareneinfall, wurde zu Horpäcs im Ödeuburger Comitat die Klosterkirche der Augustiner, später der Prämonstratenser erbaut. Nur das Hauptthor und einige Säulen des Inneren sind erhalten. Doch erscheint es nach diesen Bruchstücken, namentlich bei dem Formenreichthum, der Vornehmheit und sorgfältigen Ausführung des Portals unzweifel- haft, daß die Kirche einst die hochentwickelte Baukunst der romanischen und Übergangs- zeit im DunäiMI würdig repräsentirt hat. Das Portal mit seinem geschmackvollen Reichthum übertrifft alle Denkmäler dieser Gegend. Es ist beiderseits durch je sieben Säulen gegliedert, welche längs der Wand in rechtwinkeligen Vertiefungen frei aus hohen, würfelförmigen Basen stehen; ihr attischer Fuß ist mit der Basis durch Eckblätter verbunden; die Säulenschäfte sind gewunden und jeder anders verziert; auch die Capitäle haben Blätterschmuck, sind aber gleichförmig, desgleichen ihre zweigliedrigen einfachen Deckplatten; die Rippen, welche die Bogenöffnnng gliedern, stimmen jede mit dem Schaft der entsprechenden Säule überein. Eines der hervorragendsten Momente der Bauthätigkeit im vunäntül war zu dieser Zeit uuzweiselhaft die dritte Wiedererbauung der Kirche und des Klosters der Mart ins- berger Erzabtei. Der nach dem Untergang der ältesten Kirche aufgeführte zweite Bau war im Jahre 1137 Unter König Bela II. geweiht worden. Er brannte bald ab, worauf Erzabt Urias (1206 bis 1244) die dritte Kirche erbauen ließ, die im Jahre 1225 in Gegenwart König Andreas' II. und seiner Gemalin mit großer Feierlichkeit eingeweiht wurde. Eine im XV. Jahrhundert vorgenommene Ausbesserung, sowie die Wieder- herstellungsarbeiten, erst iu der Türkenzeit, dann im Jahre 1831, zuletzt in den Jahren 1868 bis 1876, änderten zwar Vieles, benahmen jedoch wenigstens der Anlage ihren ursprünglichen Charakter nicht, während freilich an dem Aufbau nur einzelne Details verschont blieben. Die Kirche ist eine Art Basilica mit drei Langschiffen, die durch zwei Reihen von je sechs Pfeilern geschieden sind. Jedem Joche des Mittelschiffes entsprechen je zwei Joche der Seitenschiffe. Den charakteristischen Zug der Anlage bildet der mit drei Fenstern durchbrochene geradlinige Abschluß des Sanctuariums, das aus einem dem östlichen Ende des Mittelschiffes angefügten vierten Joche und aus der anstoßenden Hälfte des dritten Joches gebildet ist. Auch jedem der Seitenschiffe schließt sich noch ein gleich- falls geradlinig abgeschlossenes Joch an. Von dem niedrigeren Niveau des Mittelschiffes führen Stufen zu dem erhöhten Sanctnarinm hinan. Rechts und links von diesem gehen Treppen nach der unter dem Sanetnarium liegenden Unterkirche hinab, die durch zwei Reihen von je drei Säulen in drei gleiche Schiffe getheilt ist und ebenfalls einen geraden,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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