Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
Page - 164 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 164 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16

Image of the Page - 164 -

Image of the Page - 164 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16

Text of the Page - 164 -

164 des Kaisers und Königs Franz Joseph I. stattfinden konnte. Die Anlage hat die Form des lateinischen Kreuzes. Über der Vierung erhebt sich eiue auf Bogeuzwickeln ruheude, durch Säulen gebildete Trommel und auf dieser die Kuppel. Die Kuppelhöhe beträgt 100, die Länge des Schiffes 107 Meter. Die Kreuzarme sind durch gerade Wäude abgeschlossen. Der nach Südwest gerichteten Hauptfa^ade ist in ihrer ganzen Breite ein offener Säulen- portikus vorgelegt, zu dem eine Freitreppe emporführt. Über den acht gewaltigen korinthischen Säulen des Portikus erhebt sich ein dreieckiger Giebel. Der architektonische Hauptschmuck des Inneren besteht in Säulen, die mit grauem Stuckmarmor bekleidet sind. Das große, gewaltige Bauwerk steht auf einem nordwestlich gegen die Donan vorspringenden Gipfel des Festungsberges und beherrscht weithin Land und Strom; in der Nähe gesehen leidet freilich der Eindruck des Äußeren durch die weniger glückliche Gliederung. Im Inneren sieht mau es der Bildung des Details nur zu sehr an, daß zu jeuer Zeit das architektonische Gefühl schon sehr mangelhaft war und kein den großen Verhältnissen des Aufbaues entsprechendes Detail zu bilde» wußte. Die Leere wird noch gesteigert durch die matten grauen Farben, und was die Banformen versäumt haben, das vermögen die Einrichtuugsgegenstäude, Altäre, Kanzel, Chorstühle nnd etliche Statuen, nicht nachzuholen. Als schwächliche Nachahmung des römische» Pautheous wurde 1820 die St. Anna- kirche zu Gran erbaut. Ein Denkmal des classicistischeu Geschmacks ist auch die Fa^ade der Kirche zu Mart insberg nebst dem Thurm, der sich in ihrer Mitte erhebt; sie wurde 1831 durch Johann Packh erbaut. Durch vornehme Einfachheit und schöne Verhältnisse zeichnet sich die Bibliothek zu Martinsberg aus. Sie zeigt eine l'-förmige Anlage; ihr stock- hohes Juuere hat eine ans schlanken Säulen umlaufende Gallerie. Der eiue Flügel wurde durch deu Wiener Architekten Josef Engel 1824, der andere dnrch Johann Packh 1832 erbaut. In den letzten Decennien des Jahrhunderts trat auch jenseits der Donau die Kuust des Mittelalters bei dem Kirchenbau in ihre Rechte, was sich in der künstlerischen Wieder- herstellung der baufälligen Kirchen beknndete. In dieser Art sind zwei bedeutende Leistungen hervorzuheben: die Klosterkirche zu Martiusberg uud die Kathedrale von Füuskirchen. Wir kennen die wechselvolle Geschichte beider und ihren Zustand vor der Erneuerung. Das Innere der Martinsberger Kirche wurde durch Franz Storno, den Restaurator der Ödeuburger St. Jakobskapelle und St. Michaelskirche, von 1868 bis 1875 wieder- hergestellt. Zur Grundlage nahm er den im Jahre 1225 geweihten Bau der Übergangs- zeit, dessen noch vorhandene Theile er nach Möglichkeit beibehielt, während er die fehlenden
back to the  book Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild