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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
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Page - 224 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16

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224 gibt das berühmte Echo, das bei Windstille einen Satz oder Vers von 8 Secunden Länge genau wiederholt. Kloster, Kirche und Abtei der Benedictiner zn Tihany wurden 1055 durch König Andreas I. gestiftet. Nach dem Stiftsbriefe siedelte er dort „eine Schaar Mönche" an, also jedenfalls eine große Anzahl, was auch aus der Menge der Donationsgüter zweifellos hervor- geht. Es war eine im Verhältniß zu jener Zeit reiche und jedenfalls königliche Stiftung. Noch heute, nachdem acht Jahrhunderte sie vieler Güter und zuletzt ihres Urbarial-Grnnd- eigenthnms beraubt haben, besitzt sie in den Zalaer Gemeinden Tihany, Aszösö, Balaton- Füred und Balaton-Kis-Szölös, dann in den Somogyer Ortschaften Endred, Kapoly, Teleki und Zamardi nahezu 18.000 Joch, wovon jedoch etwa 5000 Joch auf das Wasser des Plattensees kommeu. Es gibt im ganzen Eomitate keinen Convent, keine Abtei, kein Kloster, welches die Stürme der Jahrhunderte so glücklich überstanden hätte, wie Tihany, dem auf dem Gipfel seiner Plattensee-Insel kein Tatar, Türke oder Deutscher beikommen konnte, kein übermüthiger Ritter jemals mit der Brandfackel nahte. Kloster und Kirche stehen an der alten Stätte, obgleich sie neuere Bauten sind und mit Andreas I. nichts zu thun habe». Beide wurden im Jahre 1755 vollendet. Die Gebeine des königlichen Stifters sind da beigesetzt und in der alten Gruft wurden vor einigen Jahren einige interessante Gewand- theile nebst anderen Gegenständen aufgefunden, die vermuthlich der Königsleiche angehört haben und nun von den Benedietinern sorglich verwahrt werden. Die Gebäude der Abtei haben zweifellos schon ursprünglich einen festen Punkt gebildet und wurden nach dem Tatareneinfall gewiß noch eigens befestigt. Wenigstens war Tihany um die Mitte des XIII. Jahrhunderts schon eine Beste. Nach der Mohäeser Schlacht, besonders nachdem die Türken Stuhlweißenburg erobert und Török-Koppäny befestigt hatten, wurde Tihany eine wichtige Grenzfestung und schon der Reichstag von 1546 beeilte sich, sie und ihre Instand- haltung der Fürsorge des Königs zu empfehlen, wie denn auch später die Reichstage bis 1681 ihr wiederholt alle Aufmerksamkeit widmen. Seit 1719 ist Tihany der Erzabtei von Martinsberg untergeordnet, die auch einen großen Theil seiner Einkünfte verwaltet. In der Nähe der Halbinsel von Tihany, bei Aszöfö, finden wir das Dörfchen Örvenyes, einst Örmenyes. Hier bestand im Jahre 1266 ein Kloster der Panliner- mönche, man weiß aber nicht, von wem und wann es gestiftet worden. Georg Kanizsay, Sohn des Grafeu Lorenz, schenkte ihm um 1330 bedeutende Güter. Der östliche, schmale Fortsatz des Comitats endet zwischen Bndavär und Zanka, worauf das Comitatsgebiet sich gegen Norden verbreitert. Bndavär ist ein auf einer Höhe gelegenes Dörfchen. Ihm gegenüber, auf einem anderen Gipfel, liegt das Dorf Csicsö. Eigenthümlicherweise heißt auch der Gipfel gegenüber von Bndvar, einem bei Udvarhely gelegenen Dorfe, Csicser-Berg, gerade als wenn zwischen den Wörtern
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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