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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
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254 mit diesen gleichzeitig eingewandert sein. Die Familie Herczeg erhielt Cseb im Jahre 1328 von Karl I. Gegen Ende dieses Jahrhunderts erbaute sie auf einsam aufsteigendem Berge bei Palkonya und Eger-Aracsa eine Burg, die noch jetzt Pogänyvär heißt. Von da an lebt die Familie unter den Namen Pogäny von Cseb. Eine andere Burg, Kigyösvär, besaß sie am Kigyös-Bache, doch ist von dieser weder die Lage sicher zu bestimmen, noch sonst ein Denkmal vorhanden. Unter Matthias I. steigt die Familie hoch. Peter ist auf dem Reichstage von 1504 Bannerherr und Commandant der Festung Preßburg. Nach ihrem Theilungsbriefe vom Jahre 1484 besaßen sie im Zalaer Comitat neunzehn Städte und Dörfer, darunter die uralte Römer-Colonie Zala-Lövö, das Leontinnm der Römer, an der Westgrenze des Comitats im oberen Zala-Thale. Der Theilungsbrief erwähnt es als Zala-Leve. Hier bestand bis zum Jahre 1480 ein Kloster der Augustinermönche. Die primitive Burg von Zala-Lövö wurde nach dem Fall Kanizsas sorgfältig befestigt. In der nordwestlichen Ecke von Göcsej liegt zwischen waldigen, von Bächen durch- rieselten Hügeln das Dörfchen Ebergeny, Stammsitz der in den Comitaten Zala und Eisenburg hervorragenden Familie Ebergenyi und noch jetzt Besitzthnm dieser Familie. Die Familie kam durch Ladislaus Ebergenyi empor, den tapferen Kriegsmann und General der Könige Leopold I., Josef I. und Karl III., der auch gegen das jenseits der Donau stehende Heer Fürst Raköczys II. mit wechselndem Glück kämpfte. Die Güter der Familie in den Comitaten Zala, Eisenburg und Ödenbnrg wurden durch ihn theils erworben, theils bedeutend vergrößert, so die in Bellatincz, Botsa, Bagod, Csäkäny, Csepreg, Jväny und Keszthely; sie sind jedoch seither großentheils durch Erbschafts-, oder endgiltigen Verkauf in die Hände anderer Familien übergegangen. In der Mitte von Göcsej liegt Nova, einst dem Bisthnm Veßprem, seit 1777 jedoch dem Bisthum Steinamanger zugehörig, das hier gegen 5000 ungarische Joch, meist Waldungen besitzt. Es liegt im Cserta-Thale, in bergiger, waldiger Gegend. Hier ist der eigentliche Mittelpunkt von Göcsej. Nova ist Sitz des Bezirks. Erwähnung verdient sein Klima, das im Sommer kühl, im Winter mild ist. In der Nähe von Nova liegt H imsöld, eine volkreiche Pnszta in der Nachbarschaft von Naprädfa und Mikefa. In den Urkunden des XIV. und XV. Jahrhunderts, aber auch früher begegnet man häufig dem Familiennamen Hym in Verbindung mit Besitzungen. Auch diese Puszta kommt unter dem Namen Hymseulde vor. Matthias I. hatte einen Günstling, namens Hymfi. Alexander Kisfaludy entlehnte dieser Puszta und ihrem einstigen Herrn den Titel seines ersten großen und auch schönsten Werkes: „Himfy's Liebe". Im südlichen Väliczka-Thale, am Fuße eines das Thal verengenden Berg- vorsprunges westlich von Banok-Szent-György, liegt Känyavär, früher auch Kanyövär und Känyafölde genannt. Es hat eine kleine alte Burg, die den Weg durch das Väliczkathal
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild