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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
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362 als höchstem Gipfel. Die dritte Berggruppe ist die von Neuhaus (Dobra), sie driugt zwischen Neuhaus und Kaltenbruuu (Vas-Hidegkut) in das Comitat ein, erfüllt mit einem ihrer Zweige den Bezirk von Olsnitz (Mnra-Szombat) und läßt ihre Hauptlinie mit den Hügeln ans dem Plateau des Kameueckberges (Kemeuesalja) enden. Ihre höchsten Gipfel sind der Silberberg (Ezüsthegy) bei Magasfok und der Katharinaberg (Katalinhegy) bei Permise. Zu den geologischen Merkwürdigkeiten dieses Comitats gehört der Säg, dieser aus weiter Ebene aufragende abgestumpfte Kegel, ein ifolirter Vnlkan, an dessen Abhängen der treffliche Säger Wein wächst. Zwischen diese Berge sind anmuthige Thäler und auch Ebenen eingebettet, besonders längs der Flüsse Piuka, Mur, Lasnitz und Güns. Eine größere Ebene ist das Kameneck- Plateau (Kemenesalja). Diese zum Theil kiesige, steinige Gegend war zur Zeit der Völker- wanderung von Slovenen bewohnt, in deren Sprache „kamen" Stein und „kainenee,« steinig bedeutet, was nach mancher Meinung den jetzigen Namen der Hochebene erklärt. Der Hauptfluß des Comitats ist die Raab (Räba), die in Steiermark entspringt, bei Welten (Velike) den Boden des Comitats betritt und diesen bei Marezaltö wieder verläßt. Ihr Lauf ist unbändig und ihr Hochwasser pflegt, namentlich auf den nicht regnlirten Strecken, viel Schaden zu stiften. Die seit Jahrhunderten schwebende Frage ihrer Regelung ist zum Theil soeben entschieden worden, indem der untere Lauf bereits geregelt wurde. Die sonstigen größeren Gewässer heißen: Lasnitz, Strem, Pinka, Tauchenbach (Feherpatak), Perint (Preuteu), Güns, Repeze (Rabnitz), Marczal, Zala, Kerka nnd Mur; überdies gibt es etwa 90 Bäche, die auch Mühlen und andere Werke treiben. Das Klima des Comitats entspricht im Allgemeinen der geographischen Lage; große Schwankungen verursachen hier keine solchen Störungen wie im Alsöld, auch au Regen ist kein Mangel, darum ist die Vegetation allenthalben mannigfaltig und üppig. Die Bodenfläche des Comitats beträgt 952.593 Catastraljoch und 990 Quadrat- klafter. Die Fruchterde längs der Flüsse ist alluvialen Ursprungs und bildet eine tiefe Schichte von mittlerer Gebundenheit; auf der Hochebene ist sie grauer, auf Kies gelagerter, gebundener Thon, der an vielen Stellen nur eine dünne, produktive Schichte besitzt und daher für die Cultur wenig geeignet ist. Im Bezirke von Kis-Czell (Klein-Zell) kommt auch Torfboden vor. Das Comitat ist übrigens mit allen Gaben der Natur gesegnet. Der östliche Theil bringt eine Menge Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Kartoffeln, Raps, Hanf und Lein hervor. Der westliche ist zwar ärmer an Getreidearten, aber reich un Buchweizen, Hirse, Hanf, Kartoffeln und Rüben. Außer dem wohlentwickelten eigentlichen Feldbau besitzt das Comitat noch eine bedeutende Obstkultur und namentlich mannigfache feinere Äpfel- und Birnensorten. Die Berge liefern auch treffliche Weine, so vor allem den
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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