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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
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458 besiedelt wurde, nannten ihn diese Neue-, New- oder Neusiedl. Damals wird auch der See seinen deutscheu Namen erhalten haben. Dann kam die magyarische Bevölkerung und machte sich Neusiedl als Nezsider zungengerecht. Neusiedl gehörte zuerst der Krone, beziehungsweise der königlichen Burg Wieselbnrg, wurde jedoch schon 1208 durch Andreas ll. dem Palatin Chepan (Stefau) geschenkt. Btta IV. nahm es diesem zwar wieder ab, schenkte es aber dann wieder dessen Sohne Stesan. Zn dieser Zeit besaß jedoch dort auch schon die Cistercienserabtei von Heiligenkreuz Ländereien, deun sie gab ein dortiges Grundstück im Jahre 1270 einem Wiener Bürger Chnno. Als Andreas III. sich (1296) mit Agnes, Tochter des dentschen Königs Albrecht I., verlobte, brachte er ihr Neusiedl als Brautgeschenk dar. Königin Agnes verlieh später diese Besitzung, dem Seelenheil ihres verstorbenen Gatten sowie ihrem eigenen zn Nutze, der Graner Mntterkirche, 1322 aber dem Erz- bischos und Kapitel von Gran. Im Jahre 1452 fiel es, im Sinne des zwischen Johannes Hnnyadi und Giskra zu Neusohl geschlossenen Friedens, sammt seinem Dreißigste Ertrag an Giskra, obgleich Hnnyadi 1450 befohlen hatte, die Preßbnrger Bürger in den Besitz des Dreißigsten einzusetzen, wozu er auch die Ödenbnrger anwies. Ladislans Hnnyadi und Giskra ordneten dann diese Angelegenheit beim König in friedlichem Wege, woranf (1453) in der That die Preßbnrger den Ertrag des Dreißigsten in Pacht bekamen. Zn Anfang des XVI. Jahrhunderts war es Besitzthnm der Grafen von Bösing und St. Georgen und fiel, als dereu Wieselburger Zweig ausgestorben war, an die Krone zurück, worauf es Ludwig II. (1516) als Brautgeschenk seiner Gemalin, Königin Marie zuwies. Diese Schenkung wurde (1525) durch Ferdinand I. bestätigt, der (1548) ebenda einem Wiener Bürger zum Lohne treuer Dienste eine adelige Curie verlieh. Johann Lippay von Zombor bezog ein Jahrzehnt hindurch (1654 bis 1664) die Mautheinkünste von Neusiedl. 1687 überließ der Grauer Erzbischof Georg Szecheuyi seine Neusiedler Besitzungen stiftungsweise den Jesuiten, denen er die Ofner Pfarren anvertrant hatte. Zu dieser Zeit wurde dort durch Georg Hamerler das Panlinerkloster gegründet. 1767 erhielt Herzog Albert von Sachsen-Teschen mit der Hand der Erzherzogin Marie Christine auch die Domäne Ungarisch-Altenbnrg und den Besitztheil von Neusiedl. Er widmete die Einkünfte einer Curie, die ihm dort König Franz geschenkt hatte, im Jahre 1818 der von ihm ebenerst gegründeten landwirthschaftlichen Schule, welche Stiftung der Auftakt auch bei ihrer Verstaatlichung im Jahre 1850 sichergestellt wurde, so zwar, daß die Domäne von Ungarisch-Altenbnrg als Ablösung der einst znr Nensiedler Curie gehörigen Gebäude, Äcker und Weiden bis ans den heutigen Tag jährlich 1886 Gulden 31 Kreuzer an den Staatsschatz entrichtet. Die Königswitwen Agnes und
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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