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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bosnien und Herzegowina, Volume 22
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Page - 484 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bosnien und Herzegowina, Volume 22

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484 vorarbeitet. Dieses Werk ist für eine Jahresproduetivn von 150.000 Metercentner Walz- prodneten, wie Stabeisen, Fa^oneisen und Eisenbahnschienen kleineren Kalibers eingerichtet. Znr Zeit der türkischen Herrschaft gab es in Bosnien und der Hereegovina eine nennenswerthe Gewinnung von Mineralkohle nicht. Mit dem Einzüge der österreichisch- ungarischen Truppen und der Erbauung einer Eisenhahn im Bosnathal stand man daher vor der Nothwendigkeit, ein Kohlenwerk zu eröffnen, wofür in der Nähe der Stadt Zenica die Verhältnisse am günstigsten lagen. Im Jahre 1880 wurde vom Wiener Kohlenindustrie-Vereine der „Kaiser Franz Joseph"-Stollen nächst der Stadt Zenica eröffnet und mit Aufbereituugs- und Verlade-Vorrichtungen ausgestattet, welche Anlage im Jahre 1884 in ärarischen Besitz überging und sich seither, namentlich in letzterer Zeit, ziemlich rasch entwickelt. Im Abbau steht derzeit das 10 Meter mächtige Hauptflötz und ein 4 Meter mächtiges Hangendflötz, welche beide eine Glanzkohle von circa 4600 Calorien Brennwerth enthalten und mit circa 20 Grad bergseitig einfallen. Nachdem das stollen- inäßig aufgeschlossene Kohlenvermögen abgebaut war, schritt man an die Tiefenerschließung der Flötze, zu welchem Behufe ein geränmiges Fördergesenke dem Verflächen des Flötzes nach niedergetrieben wurde. Aus diesem circa 200 Meter langen Schleppschachte wird die Kohle mittelst einer Fördermaschine direct bis zu Tage in die daselbst neuerbaute und mit den Maschinen zur Reinigung der Kohle, sowie mit automatischer Verladung versehene Aufbereitung (Kohlenwäsche) gefördert. Das Kohlenwerk Kreka wurde im Jahre 1885 in der Nähe der Stadt Dolnja-Tuzla eröffnet, zunächst, um für die gleichzeitig errichtete Saline den Brennstoff zn schaffen. Das Kohlenflötz besitzt eine reine Kohlenmächtigkeit von 16 Meter und fällt mit 15 bis 20 Grad thalseitig ein. Die Kohle ist ein besserer Lignit von circa 4200 Calorien Brennwerth mit sehr geringem Gehalt an Asche und Schwefel; sie ist daher für industrielle Zwecke und Hausbrand vorzüglich geeignet. Die Gewinnung erfolgt theils stollen-, theils fchachtmäßig. Die Productiou betrug im Jahre 1897 1,430.505 Metercentner. Da der Verbrauch an Mineralkohle einen Gradmesser für die wirthschaftliche Entwicklung eines Landes bildet, geben wir einen Überblick der Kohlenproductiou und des Werthes derselben seit der Occupatio» von fünf zu fünf Jahren. P r o d u c t i o n in Metercentner Werth der Produktion Arbeiter- Zenica Kreka Sonstige Zusammen In Summe per 1 Me- zahl tercentner Im Jahre 1880 4.996 . . 4.996 2.631 52 ig „ 1885 129.523 90.742 9.826 230.091 77.045 33 143 „ 1890 68.850 522.181 2.390 593.421 122.738 21 215 „ 1895 623.300 1,320.047 36.800 1,980.147 390.401 20 753 „ 1897 837.873 1,430.505 28.053 2,296.431 489.369 21 807
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bosnien und Herzegowina, Volume 22
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Bosnien und Herzegowina
Volume
22
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1901
Language
German
License
PD
Size
15.34 x 22.94 cm
Pages
536
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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