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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bosnien und Herzegowina, Volume 22
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Page - 485 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bosnien und Herzegowina, Volume 22

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485 Das Kupferwerk Sinjako liegt unweit des reizenden Pliva-Sees an der von Jajce nach Varcar-Vakuf führenden Straße. Der in circa 1100 Meter Seehöhe liegende Kupfer- bergbau wurde im Jahre 1891 eröffnet und ist mit dem Hüttenwerke durch eine vier Kilometer lange Rollbahn, deren eingeschaltete Bremsberge eine Niveaudifferenz von circa t550 Meter überwinden, verbunden. Die Erze von durchschnittlich 4'/s Procent Kupfer- gehalt werden auf der Grube in Haufen geröstet und sodann in der Hütte mittelst Holz- kohle in Schachtöfen auf einen sogenannten Kupferstein (Lech) von 20 Procent Kupfer- gehalt verschmolzen. Dieser Kupferstein wird ebenfalls geröstet und unter Zuschlag von etwas Quarz zur Verschlackung des Eisens auf ein Rohkupfer von circa 95 Procent Gehalt verschmolzen, welches zum Theile verkauft, zum Theile in einem Flammofen auf sehr reines Raffinatknpfer verarbeitet wird. Aus letzterem werden in einem Hammer- werke die von den einheimischen Kupferschmieden begehrten Hammerwaaren erzeugt. Im Jahre 1897 wnrden erzengt: 1351 Metercentner Kupfer und 417 Metercentuer Hammerwaare. Die Beschürfung der Manganerz-Lagerstätten bei Cevljanovi^ begann im Jahre 1881; 1884 erfolgte die Verbindung des Werles mit der Station Vogosca der bosnisch-hercegovinischen Staatsbahn durch eine jetzt 22 Kilometer lange, das schöne Ljubinathal durchziehende Schleppbahn, von deren Endpunkte eine circa 3 Kilometer lange Rollbahn und ein großer Bremsberg zum Bergbaue führen. Im Jahre 1885 wnrde bei der Station Vogosöa eine moderne Aufbereitung zur Concentration der Erze errichtet. Die letzteren sind ihrer Natur nach vorwiegend Hartmangan (Psylomelan) und kommen theils in Lagern, theils in Nutzen in einem Schichtencomplexe vor, der aus Schiefern und Sandsteinen besteht. Der Gehalt der concentrirten Erze beträgt circa 48 Procent Mangan- metall bei sehr mäßigem Kieselsäure-, Schwefel- und Phosphorgehalt, weshalb diese Erze zur Erzeugung von Ferromangan gut geeignet sind. Sie finden außer für diesen Zweck auch in der Glasindustrie zur Braunfärbnng des Glases guten Absatz. Im Jahre 1897 wurden 51.253 Metercentner Reinerz erzeugt. Der Chromerzbergbau Dubostica ist auf einer 20 Kilometer langen Straße von Vares aus zu erreichen. Die in einem Jahresquantum von beiläufig 5000 Metercentuer erzeugten Erze besitzen einen Gehalt von 45 bis 50 Procent Chromoxyd und werden zum Theil an chemische Fabriken zur Erzeugung der lichtbeständigen Chromfarben, znni Theile an Eisenwerke, welche sich mit der Erzeugung von Chromstahl befassen, abgesetzt. Der erwähnte Fahlerzbergbau zu Maskara bei Gornji-Vakuf ist noch in der ersten Entwickelung begriffen, liefert jedoch bereits nennenswerthe Mengen Quecksilber, welches nach der oberungarischen Methode der Stadelröstuug aus den Fahlerzen gewonnen wird. Die Erbanung eines Hüttenwerkes zur weiteren Verarbeitung der Röstrückstände ist im Zuge.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bosnien und Herzegowina, Volume 22
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Bosnien und Herzegowina
Volume
22
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1901
Language
German
License
PD
Size
15.34 x 22.94 cm
Pages
536
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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