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falt in der Sichtung derselben ist gross; die
Uebertragung ins Lateinische durchweg eine
gelungene und die Fülle der Art, dass man
hier Vieles rindet, was man selbst in weit
grösser angelegten Wörterbüchern vergebens
sucht.
Ein glücklicher Gedanke war es, dass der
Herr Verfasser, den neueren Forschungen eines
Nägelsbach, Seyffert auf dem Gebiete der
lateinischen Sprachwissenschaft folgend, es un-
ternommen hat, von denselben eine Anwendung
in seinem Wörterbuche zu machen. Es gab
keinen besseren Weg, die Resultate dieser Be-
strebungen schneller zum Gemeingute Aller
zu machen, diese Richtung selbst in alle
Schichten der Lernenden zu bringen und ge-
bieterischer zur Nachfolge aufzufordern. Durch
die Anwendung dieser Bestrebungen auf das
Wörterbuch ist einem sehr fühlbaren Mangel
aller bisherigen Wörterbücher begegnet, wor-
auf man früher hindeutete, wenn man sagte,
in Einem seien auch die vollständigsten Wör-
terbücher mangelhaft und dieses Eine müsse
man sich aus eigener Leetüre erwerben. Dies
ist aber nichts Geringeres als gerade der Ge-
nius der lateinischen Sprache, also der Punct,
wo diese so von anderen abweicht, dass
man bei der bisherigen Weise des Ver-
gleichcns und Uebertragens die entsprechenden
Ausdrucksweisen oft gar nicht rinden konnte.
Uebrigens ist der Herr Verfasser zu beschei-
den, wenn er nur beansprucht, hier die Re-
sultate gesammelt zu haben, da er rüstig am
Ausbau und der Verwirklichung der Idee mit-
gearbeitet hat; was bei der Ausführung einer
so schwierigen Aufgabe kein kleine« Ver-
dienst ist.
Bei diesen Vorzügen, die ich an aer Ar-
beit des Herrn Verfassers gerühmt habe, wird
es nicht zu viel gesagt sein, wenn ich die
Versicherung gebe, dass ganz besonders dieser
zweite Theil ein treffliches Hülfsmittel für die
Schule bietet, um die Uebungen im Lateinschrei-
ben auf eine mehr rationelle und somit zweck-
mässiffere Weise zu betreiben, als dies bisher
geschalt, da nicht allein der Schüler ein Buch
in die Hände bekommt, das durchweg praktisch
ist und ihn fast ohne Fingerzeig leitet, son-
dern das auch dem Lehrer, dessen Thätigkeit
bekanntlich jetzt auch durch andere Zweige
des Wissens oft recht ernstlich in Anspruch
genommen wird und der doch nicht immer mit
gleicher Geistesfrische arbeitet, recht gute Dienste
leisten wird.
Der Herr Verleger ist in der Sorge für
die äussere Ausstattung dieses Theils nicht zu-
rückgeblieben und hat ihn mit derselben Sau-
berkeit, Eleganz und Solidität ausgestattet, wie
den ersten und überhaupt Alles, was aus seinen
Pressen hervorgegangen ist.
Braunschweig, den 5. December 1855.
W. Garke,
Oberlehrer. schienenen lateinisch - deutschen Theil nachzu-
rühmen waren, vor Allem durch zweckmässige
Beschränkung des Stoffs und übersichtliche
Anordnung der einzelnen Artikel.
Berlin, den 28. October 1855.
Dr. W. Giesebrecht,
Professor am k. Joachimsthal'schen
Gymnasium.
In Ingerslev's deutsch - lateinischem Schul-
wörterbuche bewährt sich der richtige Takt
eines geübten und erfahrenen Schulmannes, so-
wohl was die Auswahl der aufgenommenen
deutschen Wort- und Redensarten, al* was den
Ausdruck derselben in der lateinischen Sprache
anbelangt. Von ganz besonderem Nutzen wer-
den den Anfängern im Lateinschreiben auch
die Vorbemerkungen sein, in denen sie
auf die wesentlichen Divergenzen des Charak-
ters der beiden Sprachen aufmerksam gemacht
werden, zumal wenn der Lehrer sie erläuternd
und erweiternd mit ihnen durchnimmt. — Die
äussere Ausstattung des Buchs ist gleichfalls
zu loben, besonders der kräftige, nicht zu enge
Druck, der für die Augen der Leser sehr vor-
theilhaft sein muss.
Celle, den 2. November 1855.
F. Kärstner,
Director des Gymnasiums.
Der Herr Professor Ingers iev , welcher
Tor zwei Jahren ein zweckmässig bearbeitetes
und gleich nach seinem Erscheinen mit Bei-
fall aufgenommenes lateinisch - deutsches Schul-
wörterbuch herausgab, hat jetzt den zweiten
Theil. welcher das deutsch-lateinische Wörter-
buch enthält, nachfolgen lassen und sich da-
durch ein neues Verdienst um die Gelehrten-
schulen erworben.
Bei Abfassung desselben beachtete er die
nächsten Bedürfnisse derselben und wählte aus
den besten Vorarbeiten das für seinen Plan
Tauglichste mit richtigem Takte und wusste
das gesammelte Material in guter, lichtvoller
Ordnung zusammen zu stellen. Bei einer neuen
Ausgabe, die gewiss bald nöthig werden möchte,
wird der fleissige Lexikograph theils manche
Verirrung verbessern, theils nach Ausscheidung
dessen, was weniger nöthig war, wünschens-
werthe Zusätze machen. Allein schon in seiner
gegenwärtigen Gestalt kann dieses deutsch-la-
teinische Schulwörterbuch als ein recht brauch-
bares Hülfsmittel beim Lateinschreiben in
Gymnasien empfohlen werden. Die äussere
vortreffliche Ausstattung, welche die rühmlich
bekannte Verlagsbuchhandlung dem Werke ge-
geben hat, verdient eben so grosse Anerken-
nung als der ungemein billig gestellte Laden-
preis.
Hamburg, den 26. October 1855.
Dr. Kraft,
Director der Gelehrtenschule dei
Johanneums.
Der deutsch-lateinische Theil des Ingers-
iev'sehen Schulwörterbuchs empfiehlt sich
durch dieselben Vorzüge, die dem früher er- Dem lateinisch - deutschen Theile
gerslev'schen Wörterbuchs, dem i des I n-
i kurzer
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Lateinisch-Deutsches und Deutsch-Lateinisches Schul-Wörterbuch
Deutsch-Lateinischer Theil
- Title
- Lateinisch-Deutsches und Deutsch-Lateinisches Schul-Wörterbuch
- Subtitle
- Deutsch-Lateinischer Theil
- Author
- C.F. Ingerslev
- Publisher
- Vieweg Verlag
- Location
- Braunschweig
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.9 x 22.86 cm
- Pages
- 680
- Keywords
- Vokabular, Lexikon, Wörter, Alphabet
- Categories
- Lehrbücher
- Lexika