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680 Der heilige Sabas, MĂ€rtyrer.
guten Hirten, von dem Isaias (40, 11. und 42, 3.) spricht: âEr
wird weiden seine Hecrde wie ein Hirt, er wird sammeln die LĂ€m:
mer im Arm, wird im Busen sie tragen, und fĂŒhren wird er sanft
die sÀugenden Schafe; das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
nicht auslöschen wird er den glimmenden Docht!"
(Am 12. April.)
Die Gothen waren ursprĂŒnglich ein deutsches Volk,
aber frĂŒhe schon seine Wohnsitze verlassen, und einen Theil von Da-
cien (die Moldau, Wallachci und SiebenbĂŒrgen) erobert hatte. Von
dieser Zeit an beunruhigten sie die Römer durch fortwÀhrende Kriege.
Ungeachtet sie ihre Wohnsitze verlassen hatten, so hatten sie doch
deutsche Sprache, deutsche Gestalt, deutsche Waffen und KricgsfĂŒh:
rung, deutsche Sitten und Religion behalten. Sie waren groĂ,
schön, weiĂ und blĂŒhend von Farbe, hatten langes, blondes Haar;
furchtbar, wenn gereizt, waren sie sonst billig und sanft, keusch von
Sitten, und ihren Königen ergeben. Sie theilten sich in Ost: und
Westgothen, und beide in verschiedene StĂ€mme. Es lĂ€Ăt sich nicht
bestimmen, wann die Religion Jesu Christi, oder von wem zuerst,
den Gothcn verkĂŒndet worden sey. Schon um die Zeit, alö die
Kirchenversammlung zu NicÀa (im Jahre 325) gehalten wurde,
mĂŒffm mehrere bischöfliche Sitze in diesem Lande bestanden haben,
und also die heilige Religion schon ziemlich ausgebreitet in demselben
gewesen sevn, indem in den Unterschriften Theophilus, als Erzbischof
der Gothcn, vorkommt. Etwa zwei und zwanzig Jahre spÀter hat:
ten die Gothcn, wie man sich aus den christlichen Unterweisungen
des heiligen Cyrillus, Bischofs zu Jerusalem, ĂŒberzeugt, nicht nur
Bischöfe, Priester, und Diakonen, sondern auch Mönche und Non-
nen, woraus auf Verbreitung und Duldung des Christenthums un-
ter den Gothen geschloffen werden mag.
In der zweiten HĂ€lfte des vierten Jahrhunderts war Athana-
rich ^ rst oder Richter des thervingischen Stammes der Westgothen,
welcher seinen Sitz in Dacien hatte. Er war ein Heide, und mit
den Römern in Krieg verflochten. Theils aus Eifer fĂŒr den heid:
nischcn Aberglauben, theils aus Argwohn gegen solche Gothen,
welche sich zum Christcnthume, der Religion der Römcr, seiner
Feinde, bekannten, verfĂŒgte er eine grausame Verfolgung gegen
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 1
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 1
- Author
- Anton MĂ€tzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 900
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen