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Am 7. Jul i . 221
Wohlthätigkeit verschaffte er sich die Liebe seiner Bisthumsangehori-
gen, und dadurch dem göttlichen Worte, das er mit heiligem Eifer
verkündigte, den Eingang in das Herz derselben. Der gute Geist
des Bischofs theilte sich seiner Geistlichkeit mit, und durch deren gc-
meinschaftliches Bemühen blühte die Kirche zu Eichstädt heran zu
den erfreulichsten Hoffnungen einer reichlichen Erndtc im Reiche
Gottes.
Im Jahre 769 wohnte Willibald der Konsekration des würz:
burgischen Bischofs Bernwelph bei. Er unterstützte sehr kräftig sei:
nen Bruder Wunibald und seine Schwester Waldburg bei der Er:
bauung ihrer beiden Klöster in Heidenhcim. Er war bei dem Tode
beider zugegen, und beerdigte ihre Leichen. Durch volle 47 Jahre
hatte er das bischöfliche Amt zu Eichstädt auf die segcnsvollste Weise
verwaltet, als er durch Arbeit und Alter entkräftet, um das Jahr
788 zur ewigen Ruhe hinüberging.
»Selig, der an jedem Orte und zu jeder Zeit Jesum aus gan»
zcr Seele suchet, und mit großer Sehnsucht seiner Gegenwart und
klaren Anschauung entgegen schmachtet, und täglich sich vorbereitet.
Selig, der in seinem Leben Jesu durch sein Kreuz und Leiden nach:
folget, denn bei seinem Lebensende wird ihm wohl seyn bei Jesus."
Die heilige Waldburgis, Äbtissin.
(Am 25. Februar.)
Die heilige Waldburgis genoß, wie ihre Brüder, der heilige
Wunibald und der heilige Willibald, eine Erziehung, durch welche
in den ersten Jahren schon ein gottesfürchtiger Sinn in ihrem Her«
zen geweckt, und von Tag zu Tag mehr bekräftiget wurde. Die
Zeit ihrer Geburt läßt sich nicht angeben, eben so wenig kann man
von ihrer Iugendgeschichte etwas Zuverlässiges erzählen. Sie wid-
mete sich dem Dienste Gottes in jungfräulichem Stande, und trat,
wahrscheinlich, als sie noch in England, ihrem Vaterlande, war, in
den klösterlichen Stand.
Um das Jahr 748 kam sie auf Einladung des heiligen Boni:
facius mit der heiligen Lioba und andern gottseligen Personen ihres
Geschlechtes nach Deutschland, und verweilte einige Zeit in dem Klo-
ster Bischofsheim, in der Mainzer Diöccse. Darauf, noch vor dem
Jahre 754, kam sie nach Heidcnheim in das Kloster, welches ihre
Brüder Wunibald und Willibald für Nonnen erbaut hatten. Sie
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen