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Z10 Der heilige Oswald, Erzdisckof zu York.
Geist aufgab am 16. Dezember 999 in einem Alter von neun und
sechzig Jahren. Odilo, ihr Lebcnsbeschrciber bezeugt, daß Gott ihr
Grab durck vielc Wunder verherrlichet habe. —
Wollten doch alle Schwiegersöhne und Schwiegertochter die Lehre
beherzigen, welche Raguel seiner Tochter Sara gab, als er sie mit
dem jungen Tobias vermählte: „Ehre deinen Schwiegervater und
deine Schwiegermutter, die jetzt deine Aeltcrn sind, liebe deinen
Mann, halte gute Hausordnung, und führe dich untadclhaft auf."
(Tob. 10, 13.)
Der heilige Oswald, Erzbischof zu York.
sAm 28. Februar.)
Im zehnten Jahrhundert verschafften der christlichen Kirche in
England einen großen Glanz der heilige Dunstan, der heilige Ethel-
ward, und der heilige Oswald.
Der heilige Dunstan war aus der Landschaft Queffcr gebürtig,
empfing seine Bildung in Glastemburi, und kam, nachdem er die
niedern Weihen empfangen hatte, an den königlichen Hof, wo er
seines vornehmen Geschlechtes und seiner ausgezeichneten Kenntnisse
wegen vo»> dem Könige Edmund hoch geachtet, und mit der Herr:
schaft Glastemburi beschenkt wurde. Von dem Glänze und von dem
Geräusche des Hofes betäubt, vergaß er die Verpflichtungen, die er
als Diener der Kirche übernommen hatte. Sein Sinn ward eitel,
und nur nach eitel» Dingen richtete er jetzt seine Bestrebungen und
seine Hoffnungen. Fruchtlos blieben die Ermahnungen, welche der
fromme Bischof von Winchester, Elfeg, sein Anverwandter, ihm gab;
aber eine Krankheit, mit der Gott ihn heimsuchte, brachte ihn zu
sich selbst. Der Hinblick auf die nahe Ewigkeit cnnuthigte ihn, zu
siegen über alle Hindcrniffc, die seiner gänzlichen Bekehrung im Wege
standen. Sobald er genesen war, verließ er den königlichen Hof,
empfing den Ordenshabit aus den Handen Elfegs, der ihn bald
darauf zum Priester weihte, und zum Dienste der Frauenkirche zu
Glastnnburi bestimmte. Da erbaute er sich eine Zelle, die eher einem
Grabe, als einer ordentlichen Wohnung glich. Arbeiten und Gebeth,
mit strengem Fasten verbunden, theilten seine Zeit, und lockten eine
Menge Bewunderer herbei, die seine Tugenden allenthalben bekannt
machten. Nach dem Tode seiner Aeltcrn siel ihm, als dem einzigen
Erben, ein sehr großes Vermögen zu. Mit einem Theile desselben
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen