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Am 12. Juli . 333
Chorstift zu St. Moriz in Augsburg; verlieh dem Kloster Gössen in
Steiecmark ansehnliche Güter, die Freiheit, einen Vogt zu wählen,
und kaiserlichen Schutz; begabte das neue Kloster Wcihenstephan mit
der Insel Sachsengang in Oesterreich, und mit reichen Schankungen
die Klöster zu Benevent, auf dem Berge Lasfmo, zu (Zlügni u. a.
Am meisten verdankt diesem frommen Kaiser das Hochstift Bamberg.
Die Stadt dieses Namens war ihm zum Theile auch deßwegen,
weil sie einen Theil seiner väterlichen Erbschaft ausmachte, sehr lieb
geworden. Bei verschiedenen Gelegenheiten wählte er sie zu seinem
Aufenthalte. Sie war der Mittelpunkt und der Hauptort der baye-
rischen Grafschaft Bamberg auf dem Nordgau. Heinrich faßte den
Gedanken, diese Grasschaft zu einem Bisthume zu erheben, und das-
selbe, weil er keine Kinder hatte, zu seinem Erden einzusetzen. Al-
lein der Bischof Heinrich zu Würzburg wollte von seinem Sprengel
nichts abgeben, wenn ihm nicht die crzbischösiiche Würde zuerkannt
werde, und setzte sich daher dem Plane des Kaisers entgegen. Auch
der Herzog Heinrich IV. von Bayern fand sich sehr gekränkt, daß
ihm diese Grafschaft sollte entzogen werden, da sie noch dazu das
Leibg.'ding seiner Schwester, der Königin Cunigundis war. Die
Sache sollte zu Frankfurt in einer öffentlichen Versammlung entschie-
den werden. Der Kaiser erschien bei dieser Versammlung, und bat
die Bischöfe um ihre Einwilligung. Sie ertheilten sie, und so kam
das Bisthum Bamberg zu Stande in den Jahren 1006 und 1007.
Auch das Stift zu St. Stephan und das Kloster zu St. Michael,
Mcs auf der Mittags-, dieses auf der Mitternachtsseite der Stadt
Bamderg, haben ihre Gründung dem Kaiser Heinrich zu verdanken.
Sehr viel verwendete der gottesfürchtige Fürst auf Kirchencin-
richtung und auf Kirchenzicrde, weil er für einen würdevollen
Glanz des äußerlichen Gottesdienstes in hohem Grade besorgt war.
Heinrich unternahm während seiner Regierung drei Züge nach
Italien. Im Jahre 1004 wurde er in Pavia zum Könige der
Lombardei, und im Jahre 1014 in Rom vom Papste Benedikt VII I .
zum Kaiser gekrönt. Im Jahre 1019 erhielt er einen Besuch von
dem eben erwähnten Papste Bcnedikt, der die Stcphanskirche in
Bamberg einweihte. Nicht lange hernach unternahm er einen drit-
ten Zug nach Rom.
Er hatte 22 Jahre das deutsche Reich regiert, und war erst
52 Jahre alt, als er am 13. Juli 1024 sein gottseliges und thä-
tiges Leben vollendete. Er starb auf einer Reise nach Sachsen, in
einem Orte unweit Magdeburg. Sein Leichnam ward nach Bam-
berg überbracht, und dort, wie er es im Leben verordnet hatte, in
der Kirche zu St. Peter begraben.
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen