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Am 14. November. 457
und Deronog, dem Könige von Irland, war ein schwerer Zwist ent-
standen , und deßhalb ein blutiger Krieg zu befürchten. Diesen zu
verhindern, und die beiden Könige miteinander zu versöhnen, war
die edle Absicht des frommen Erzbischofb, die er aber nicht erreichte.
Heinrich gab seinen Vorstellungen kein Gehör, sondern verwehrte
ihm noch dazu die Rückkehr nach Irland. Er selbst reiste in die
Normandie, wo er sich vielfältig aufhielt. Laurentius erwartete in
dem Kloster Abbcndon mehrere Wochen dessen Zurückkauft, und als
sie nicht erfolgte, ließ sein Eifer ihn langer nicht mehr ruhen. Er
begab sich ebenfalls in die Normandic. Da ward er aber von ei:
nem Fieber ergriffen, welches mit jedem Tage heftiger wurde, und
ihm sein nahes Lebensende ankündigte. Er ließ sich in das, in der
kleinen Landschaft Auge gelegene Kloster des heiligen Viktor brin-
gen. Gekräftiget durch die heiligen Sacramcnte, und ganz ergeben
in den Willen Gottes, gab er da nach wenigen Tagen seinen Geist
auf im Jahre 1181. Sein Leichnam wurde im edenbenannten Klo-
ster sehr feierlich beerdiget.
Der heilige Homobonus, Kaufmann.
(Am 13. August, Im römischen Hciligciwerzcichnissc am 13, November.)
Der heilige Homobonus hatte den Familiennamen Tucinge,
und war der Sohn eines Kaufmanns in Crcmona. Die Zeit seiner
Geburt fallt in die erste Hälfte des zwölften Jahrhunderts. Seine
Eltern hatten ein eigenes Haus in der Stadt, nahe bei der Kirche
des heiligen Aegidius, und ein Landgütchen außer derselben, dessen
Ertrag, in Verbindung mit dem Handelserwerb, ihren Unterhalt
sicherte. Sie wollten ihrem Sohne den Namen Homobonus (guter
Mensch) nicht umsonst gegeben haben, und bceifcrten sich deßhalb,
durch eine christliche Erziehung denselben auch wirklich zum guten
Menschen zu machen. Homobonus entsprach ihrer Bemühung, denn
er ward, was er hieß, cin guter Mensch. Er wurde zur Kauf-
mannschaft bestimmt, und diesem Berufe widmete er sich, weil er in
dem Willen der Eltern den Willen Gottes ehrte. Mit großem
Fleiße übte er sich in den vorkommenden Geschäften, und trieb sie
dann mit einer Gewissenhaftigkeit, die ihn keinen Schritt weder rechts,
noch links von dein geraden Wege der Redlichkeit abweichen ließ, er
war so weit entfernt von gewinnsüchtigem Eigennütze oder kaufmän-
nischer List, daß er eher sein Vermögen geopfert, als auch nur einen
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen